Ach, der gute alte Theaterbesuch! Er gehört zur Schulzeit einfach dazu. Dass dieser für einen kurzweiligen und schönen Abend sorgen kann, erlebten einige Lernerinnen und Lerner des Leistungs -und Grundkurses im Fach Deutsch mit ihren beiden Lehrerinnen Renate Scheffler und Jenny Groß jüngst in Neuwied. Die beiden Pädagoginnen haben im Unterricht jeweils ein Drama behandelt und sich mit ihren Lernerinnen und Lernern zu einem Theaterbesuch entschlossen. Der Spielplan der Landesbühne Rheinland-Pfalz hatte ein gutes Angebot im Programm. Aufgeführt wurde das Drama „Die Jungfrau von Orleans“ von Friedrich Schiller.
Kurz zum Inhalt:
In Frankreich wütet der Hundertjährige Krieg. Englische Truppen haben das Land erobert, die Lage erscheint verloren. Da nimmt das Schicksal Frankreichs eine wundersame Wendung. Die erst 17-jährige Tochter eines lothringischen Landmanns, Johanna, wird von göttlichen Stimmen berufen, die französischen Truppen zum Sieg zu führen. Wie durch ein Wunder gewinnt die Jungfrau eine schon verlorene Schlacht. Doch der Ruhm hält nicht lange. Die entscheidende Begegnung gegen die Engländer in Paris scheitert. Der König wendet sich von ihr ab. (vgl. www.schlosstheater-neuwied.de)

Freiwillig meldeten sich mehr als 20 Interessierte, die nach Schulschluss mit ihren beiden Lehrerinnen nach Neuwied fuhren. Nach einer kleinen gemeinsamen kulinarischen Stärkung stand einem schönen Theaterabend nichts mehr im Weg. Den Lernerinnen und Lernern hat die Aufführung gut gefallen: In der Pause wurde gerne über die Darbietung diskutiert. Interessant war vor allem die Inszenierung, denn die Handlung des Dramas wurde in Form eines Gerichtsprozesses gegen Johanna von Orleans gezeigt mit einzelnen Szenen aus ihrem Leben, sozusagen das Spiel im Spiel.