Als ich hörte, dass ich am Big Apple Day mit über 40 Siebtklässlern und lediglich zwei weiteren Kolleginnen als Verstärkung zur „Backhölle“ in die Katakomben des RC hinabsteigen sollte, wurde ich plötzlich kreidebleich im Gesicht. Ein Schreckensszenario spielte sich vor meinem inneren Auge ab. Ich sah verbrannte Kuchen, abgeschnittene Fingerchen und eine Teigschlacht vor mir, die es mühelos mit dem „Kampf um Gondor“ bei „Herr der Ringe“ hätte aufnehmen können.

Nachdem jedoch die Gruppen eingeteilt waren und die Backzutaten zu ihren jeweiligen Plätzen gefunden hatten, wurde ich eines Besseren belehrt. Unsere Lerner hatten sichtlich viel Spaß dabei, Äpfel zu schneiden und Teig zu kneten. Die Atmosphäre war sehr angenehm und lustig und die Zeit verging wie im Fluge. Es blitzte nur einmal zwischendurch kurzzeitig wieder die Assoziation mit der „Backhölle“ auf, als ein Lerner mit einem vermeintlichen „diabolischen“ Lachen den elektrischen Rührbesen in die Luft hielt, um sich dann kurz darauf – Gottseidank – dem Kneten des Teiges zu widmen, was ihm augenscheinlich sehr viel Freude bereitete. Als wir dann von allen Seiten hörten, dass unser Apfelkuchen sehr lecker schmeckte, waren wir alle hocherfreut und auch irgendwie ein bisschen stolz.

Fazit: Das Backen mit unseren lieben LernerInnen hat tatsächlich „höllisch“ viel Spaß gemacht und das Ergebnis war „himmlisch“ im Geschmack. – Was will man mehr?

(Ka)