Diese Jugendlichen streiten sich friedlich und mit Worten: v.l.n.r. Helena, Frau Groß als AG-Leiterin, Niklas, Lea und Sina. Leider fehlt hier auf dem Foto noch Anne.

Der bundesweit bekannte Debattierwettbewerb hat auch im zweiten Jahr einen festen Platz im schulischen Kalender des Raiffeisen-Campus gefunden. So fand jüngst der schulinterne Wettbewerb der Sekundarstufe I. und II. statt. Beide wurden zuvor innerhalb und außerhalb der AG – Stunde „Demokratie und Debatte“ von Frau Groß vorbereitet, sodass die Regularien und Abläufe geklärt sind. „Soll der Videobeweis in der Fußball-Bundesliga ersatzlos gestrichen werden?“ – so lautete die Debattenfrage der Oberstufe, wohingegen die Sekundarstufe die Frage erhielt „Sollen Klassenarbeiten annonymisiert geschrieben werden?“ Beide Themen werden stets zentral und einheitlich gehalten und die Wettbewerbsteilnehmer erhalten ihre Frage 10 Tage vor dem Debatttentermin. Von Korruptionsvowürfen, dem berühmten Wembleytor, der Wirtschaftlichkeit, aus der Perspektive der Gleicheit und Fairness, der Bildungswissenschaft und vielem mehr, die gewählten Topoi der Lernerinnen und Lerner waren in beiden Debatten äußerst vielfältig und spannend. Nach den Regeln des Debattierens, wobei besonders auf die Sachkenntnis, Gesprächs- und Ausdrucksfähigkeit sowie Überzeugungskraft geachtet wird von Seiten der Jury, waren die jeweiligen Finalrunden auch für die Zuschauer und Jury lehrreich und informativ.

So konnte in der Oberstufe Helena M. und Sina K. den Entscheid für sich gewinnen. In der Sekundarstufe I gewannen Anne T. und Niklas K.

Sie alle werden uns am 21. Februar beim kreisweiten Entscheid in Neustadt/ Wied gemeinsam mit den Lehrern Jenny Groß und Dominik Deinert vertreten. Wir drücken ihnen die Daumen und fiebern mit ihnen!

Kann man Karneval in Worte fassen? Wohl kaum. Deshalb belassen wir es als Redaktion bei optischen Eindrücken, die wohl genug über die Stimmung sagen, die unser Forum erfasst hatte. Nur eines noch: Herzlichen Dank an unsere Lernersprecher Lisa und Jan (MSS2), die die Aktion bei der Schulleitung angestoßen und völlig eigenverantwortlich geplant und durchgeführt hatten. Beispielhaft!

Martina Düring war nicht als Vorstand, sonders als Kommunikationsprofi am Werk(shop)

Die beiden 7. Klassen haben in ihrem aktuellen LA MAZ ab – Raiffeisen ein Praktikum durch eine Werbeagentur erlebt. Ob Werbesprache, Jingles, Werbespots, die AIDA-Formel, Zahlen – Daten – Fakten rund um die Werbung – in verschiedenen „Abteilungen“ haben sie sich informiert, sodass sie nun durchaus in der Lage sind, sich in Deutsch wie Englisch mit Werbung qualifiziert auseinanderzusetzen. Im Check-out, der integriert war in die beiden Projektttage zum Raiffeisenjahr, drehten sie eigene Werbevideos über Raiffeisen und seine Werte. Von einem Storyboard, Drehbuch und genauen Überlegungen, wer welche Rolle übernimmt, sie durchliefen alle wichtigen Aufgaben, die auch ein Profiunternehmen anstellt,
um ein gelungenes Video zu produzieren. Die fertigen Videos wurden gezeigt und ein Siegervideo gekürt. Damit jedoch nicht genug – die Lernerinnen und Lerner erhielten einen Workshop mit einem Kommunikationsprofi. Dieser ist kein geringerer als Martina Düring (Vorstand) selbst, die sich beruflich mit Marketing und dabei auch mit dem Thema Film/Video beschäftigt.  

Ungewohnte Rolle bravourös gemeistert: Vorstand Düring kann auch Lehrer…

In zwei Einheiten konnten sie mit ihr über ihre Videos besprechen, sie analysieren, die Kernbotschaft jeweils herausfinden und Lob wie Verbesserungsvorschläge anstellen. Natürlich blieb auch Raum für Fragen, sodass das Arbeiten eine Profis und die Abläufe erklärt werden konnten. Am Ende des Workshops waren alle begeistert, denn wann kann ein Ergebnis schon mit einem Profi aus der Praxis analysiert werden? In diesem LA konnte einmal mehr gezeigt werden, dass Herausforderungen des Alltags fächerübergreifend sind und Themen nicht eindimensional zu betrachten sind.

Unsere-Gruppe-vor-dem-Geschichtsmuseum

Früh morgens (9.10.2017) kamen wir mit dem Nachtzug am Hauptbahnhof in Yantai an. Obwohl alle sehr müde und erschöpft waren, da wir in der Nacht zuvor nicht sehr viel geschlafen hatten, freuten wir uns auf den Tag. 

Direkt nach unserer Ankunft in Yantai wurden wir von einer Mitarbeiterin der „Yantai Aihua Bilingual School“ begrüßt und fuhren mit ihr in einem Bus zu der Schule. Dort angekommen wurden wir zunächst von der Schulleiterin und einigen Schülern der sehr nett begrüßt; sie sangen bekannte chinesische Lieder für uns und hießen uns auf eine sehr herzliche Art und Weise willkommen. 

Im Anschluss durften wir einen Brauch der Schule erleben, der dort jeden Montag stattfindet: die Flaggenzeremonie. Die älteren Schüler und Schülerinnen der Schule marschierten vor der gesamten Schule, die sich vorher je nach Klasse in Reihen geordnet hatte, ein und hissten die Flaggen. Ein sehr spannendes Erlebnis, das es in dieser Form und mit dieser Disziplin in Deutschland nicht gibt. Nach der Flaggenzeremonie blieb ein wenig Zeit, in der wir uns kurz erfrischten, uns entspannten und auch um etwas in der schuleigenen Mensa zu essen.  Nach dem wir uns alle ein wenig besser fühlten, zeigten Lehrer sowie Schüler der „Yantai Aihua Bilingual School“ die gesamte Schule. Präziser formuliert ist die Schule ein riesiger Gebäudekomplex, fast eine eigene kleine Stadt, in der Schüler in aller Altersgruppen auf verschiedenen Schulen lernen und dort sogar teilweise übernachten.

Yantai-Schule

Die Führung war sehr interessant und eindrucksvoll. Kurz vor Schulschluss lernten wir unsere chinesischen Austauschpartner kennen, bei denen wir die folgenden Tage wohnten. Zwei verschiedene Kulturen und zum Teil verschiedene Altersgruppen trafen aufeinander, was einen spannenden Aufenthalt in Yantai versprach. Etwas später fuhren wir mit unseren Austauschpartnern zu deren zuhause und lernten dort die gesamte Gastfamilie kennen. Rückblickend auf den ersten Tag in Yantai ist eindeutig festzustellen, dass zwei von Grund auf unterschiedliche Kulturen aufeinander trafen: Die Bräuche und Gewohnheiten sowie die Etikette sind sehr unterschiedlich. Die Kommunikation war sehr kompliziert; wir kommunizierten größtenteils nur durch unsere Mimik und Gestik.

Einige-der-ältesten-chinesischen-Hieroglyphen-auf-Schildkrötenpanzern

In einer chinesischen Familien zu wohnen, ihren Alltag mit all ihren Gewohnheiten zu verfolgen, schien uns somit zunächst sehr fremd und wir standen dem mit sehr großen Respekt gegenüber – es ist keine einfache Situation. Jedoch wussten wir alle, dass man nur dazu lernt, indem man eben mit solchen teils Angst einflößenden Situationen konfrontiert wird und diese bewältigt. Es macht einen stark und lässt einen viel Erfahrung gewinnen. So gewöhnten wir uns Tag für Tag an die chinesische Kultur und begannen sie zu verstehen und zu leben.

Ella

Ein Workshop, den die Lernerinnen und Lerner der 7.-9. Klassen am Projekttag Ökonomische Bildung wählen konnten, stand unter dieser Frage und verlieh den Heranwachsenden ein Gefühl für Wirtschaftspolitik und die Bedeutung von Geld. In unterschiedlichen Stationen erhielten sie einen Einblick, was Bedürfnisse eines Menschen sind, wieso es wichtig ist zu haushalten, was Markt und Preis bedeutet und wo die Schnittmenge zwischen Politik und Wirtschaft ist. Nachdem sie sich einige Stunden mit diesen Fragestellungen auseinandersetzten, bereiteten sie Fragen an Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder (Wallmerod) vor, der ihnen am Nachmittag für ein Gespräch zur Verfügung stand. Er selbst hat viele Jahre im Wirtschaftsministerium gearbeitet, bevor er 2009 für das Amt des Bürgermeisters der VG Walllmerod kandidierte. Von allgemeinen Fragen rund um Elektormobilität, das Amt des Bürgermeisters grundsätzlich, den Aufgaben einer Verbandsgemeinde, aktueller Politik in Bund und Kommune – vielfältig waren die Fragen der Lerner. So konnte Klaus Lütkefedder ihnen erklären, wieso es denn für ihn als Chef einer Verwaltung so wichtig ist, dass die Wirtschaft funktioniert und wieso dies für ihn eine hohe Relevanz habe, sodass er sich oft selbst darum bemühe. „Wenn wir viele Arbeitsplätze in der Verbandsgemeinde haben, das Steueraufkommen gut ist und ich mit dem Rat für ordentliche Rahmenbedingungen sorgen kann, haben alle etwas davon,“ so Lütkefedder. Das Dreieck aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sei elementar und müsse von allen Seiten mitgetragen werden, sodass es der Kommune gut gehe. Er berichtete von aktuellen Projekten der Verbandsgemeinde und machte deutlich, wie wichtig es sei, dass man dicke Bretter bohre, sodass am Ende Rat und Bürger mit den Ergebnissen zufrieden seien. Lehrerin Jenny Groß, die diesen Workshop leitete, freute sich über den Besuch und unterstrich die praktische Relevanz zwischen einem theoretischen Workshop und dem Gespräch mit einem Praktiker, denn nur so könne den Lernern vor Augen geführt werden, dass das Gelernte angewandt werde.

Wie vielfältig und bedeutend im Alltag wirtschaftliche Zusammenhänge sind, erleben die Lernerinnen und Lerner Stufen 7 bis 9 am Raiffeisen-Campus am 25.1. im Rahmen des jährlichen Projekttags zur ökonomischen Bildung. In altersgemischten Projektgruppen entdecken sie zum Beispiel, welche Folgen die Globalisierung oder eine enorme Ressourcenverschwendung hat, führen eine Debatte über die Dominanz v

on Wirtschaft über die Politik oder umgekehrt, präsentieren bekannte Unternehmer aus aller Welt und der Region auf „Fakebook“-Seiten oder testen alltägliche Produkte als junge Helfer von „Stiftung Warentest“. Spannend wird es für die Lernenden des Wahlpflichtfachs Wirtschaft der Stufe 8, die sich um Positionen in der Schülergenossenschaft beworben haben und nun vom Wirtschaftskurse der Stufe 9 einem ausführlichen Assessment Center unterzogen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 7.10. 2017, dem dritten Tag in Peking, fuhren wir mehrere Stunden zur chinesischen Mauer nach Mutianyu. Persönlich kann ich sagen, dass es für mich eines der imposantesten Bauwerke ist, die ich jemals gesehen habe.

Hier machen wir eine kleine Pause

Die chinesische Mauer zog sich Kilometer lang über die darunter liegenden Wälder und der Aufstieg kam einem endlos vor. Nach ungefähr 2 Kilometern kehrten wir wieder um, denn nach einer gewissen Zeit war der Aufstieg so anstrengend, dass wir lange Pausen brauchten.
Diese Mauer könnte ein ganzes Workout sein, denn schon nach einer Stunde Aufstieg war man nass geschwitzt. Nachmittags aßen wir in einem Restaurant an der chinesischen Mauer und fuhren 3 Stunden zurück zum Hotel. Am vierten und letzten Tag, 8.10., besichtigten wir den Himmelstempel und wurden dann zum Nachtzug gebracht, der uns nach Yantai bringen sollte.
Insgesamt waren die Tage in Peking nicht nur ein kulinarischer, sondern auch kultureller Genuss, der uns tief beeindruckte!