43 Kinder in einer Klasse! Wie konnte das geschehen? So könnte man fragen, wenn man weiß, dass wir die Klassengröße bis zum Abitur auf 26 Kinder, die wir Lerner nennen, beschränkt haben.

Was war nun wirklich passiert? 26 Lerner kamen aus der Klasse 5a und 17 Schüler aus der Gruppe evangelische Religion der Theodor-Heuss-Grundschule in Wirges. Alle wollten etwas für die Vogelwelt bei beginnendem Frost tun. Das war nicht ganz leicht zu organisieren, da beide Schulen unterschiedliche Stundenpläne und – zeiten haben. Gewiß wurde der gute Wille dadurch unterstützt, dass Frau Feld die Kinder  der Grundschule unterrichtet und Herr Dr. Feld die Kinder des Raiffeisen-Campus.

Vor der Arbeit kam es mal die Theorie: Warum besteht überhaupt die Notwendigkeit zu Fütterung? Welche Vögel finden im Winter nicht genug zu fressen? Wie kann ich durch die Präsentation des Futters steuern, welche Vogelart gefüttert wird? Welche Vogelart frisst welches Futter? Und überhaupt: Wie machen wir das nötige Futter?

Insektenfressende Vögel, die uns im Sommer manche Schnake und manchen "Schädling" uns vom Halse halten, haben bei Frostbeginn zwei Möglichkeiten: Wegfliegen nach Süden oder den Futterplan umstellen. Die Futterumstellung ist heute schwieriger geworden, da Deutschland keine Wildnis mehr ist, sondern eine Kulturlandschaft. Zudem müssen die Vögel morgens ganz schnell Futter finden, denn sie haben keine Fettreserven. Merksatz: "Fette Vögel fliegen nicht".

Wie können Kinder hier helfen? Nun: Sie kochen, hier bei uns zusammen mit den Felds und den Herren Wagner und Meurer. Und so geht es: Man braucht 70 Blumentöpfe (Danke an Herrn Kuch), 40 m Seil, 9 kg Fett (werden erhitzt), 12 kg gemischtes Körnerfutter, Sonnenblumenkerne und getrocknete Mehlwürmer hineingerührt (Danke an Herrn Pätz von Robbys-Tierwelt), und in einen Blumentopf gefüllt, in den vorher ein Seil als Haltemöglichkeit verknotet wurde.

Den Kindern hat es gefallen, den Vögeln wird es schmecken und wir besuchen noch weitere Grundschulen um von unserem Tag zu erzählen, Futtertöpfe vorbei zu bringen und zu zeigen, dass die "Großen" der 5. Klasse sehr gut mit den "Kleinen" der 4. Klassen zusammen arbeiten können.

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