Was haben Schokolinsen mit der Enzymaktivität gemeinsam? Diese Frage stellte sich kürzlich der Biologie Leistungskurs der MSS1, der ganz verdutzt darüber war als ihre Biologielehrerin Frau Wilhelmy mit Schokolinsen und Weingummis in der Klasse stand. In der Unterrichtsreihe Enzymaktivität führten die 17 Lernerinnen und Lerner einen mal etwas anderen Versuch durch.

Nachdem Durchlesen der Versuchsanleitung, wurden Kleingruppen gebildet. Jeder in der Gruppe hat eine feste Aufgabe, so war eine Person für das Essen der Schokolinsen zuständig oder eine andere für das Stoppen der Zeit zuständig. Die Aufgabe der essenden Person bestand darin, dass sie versucht innerhalb von einer Minute so viele Schokolinsen wie möglich mit geschlossenen Augen zu essen. Nach abgelaufener Zeit wurde die gegessene Anzahl notiert. Dieser Versuch wurde wiederholt bis die Anzahl der gegessenen Schokolinsen gleichblieb. In einer weiteren Versuchreihe wurden zusätzlich zwei Weingummis dazugelegt und wieder die Anzahl notiert.

In der nächsten Unterrichtsstunde wurden die Versuchsergnisse zusammengetragen und interpretiert. Dabei wurde das Rätsel der Gemeinsamkeit von Enzymen und Schokolinsen gelüftet. So stellte die essende Person das Enzym dar und die Schokolinsen ein Substrat und die Weingummis symbolisierten einen Hemmstoff (Inhibitor). So konnte man Schokolinsen schneller essen als die Weingummis. Dies zeigte, dass bestimmte Stoffe die Aktivität von Enzymen hemmen können.

Zum Schluss freuten sich alle über diese interessante Herangehensweise für das Erlernen des neuen Themas.