Starke Argumente und klare Haltung: Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ am Raiffeisen-Campus

Sachlich argumentieren, fair streiten und komplexe Themen auf den Punkt bringen – das zeigten Lerner:innen aus der Region Lahn-Westerwald beim diesjährigen Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ am 29. Januar 2026 am Raiffeisen-Campus.
Die jeweils besten Debattant:innen ihrer Schulen waren aus Montabaur, Dernbach, Neuwied, Vallendar, Bad Ems, Wissen und Westerburg angereist, um sich auf Regionalebene in zwei Altersstufen zu messen.

In seiner Begrüßung führte Bernhard Meffert als Schulleiter des Raiffeisen-Campus aus, wie wichtig es ist, dass Jugendliche ihre Stimme erheben und für ihre demokratischen Positionen einstehen. Dass sie dies können, zeigten im Anschluss die Lerner:innen der Mittelstufe, die sich in zwei Vorrunden-Debatten mit einer Verpflichtung für eine insektenfreundliche Gestaltung von Privatgärten und der Frage nach einem kostenfreien WLAN-Angebot an allen öffentlichen Plätzen des Westerwalds auseinandersetzten. Im Finale zur Frage „Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit KI als Hilfsmittel zugelassen werden?“ überzeugten dann Fine (Rhein-Wied-Gymnasium, Neuwied) und Timo (Mons-Tabor-Gymnasium, Montabaur) die Jury in besonderer Weise. Sie ziehen somit in den Landeswettbewerb am 21.4.2026 in Mainz ein, Meena (Goethe-Gymnasium Bad Ems) und Mina (Schönstätter Marienschule, Vallendar) dürfen als Dritt- und Viertplatzierte als Nachrückerinnen mitfahren.

Die Oberstufe debattierte im Halbfinale ein Verbot von „Kaufe jetzt, zahle später“-Bezahlmodellen und im Finale die Frage, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte. Besondere Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft zeigten hier Aaron und Kari (beide Konrad-Adenauer-Gymnasium, Westerburg), die damit die Region Westerwald auf Landesebene vertreten. Platz 3 und 4 gingen an Lena (Schönstätter Marienschule, Vallendar) und Mika (Raiffeisen-Campus, Dernbach).

Neben der Möglichkeit zur Teilnahme am Landesfinale erhielten die Sieger:innen auch tolle Buch- und Spielpreise, die durch die Unterstützung der ADG Business School auf Schloss Montabaur möglich wurde. Doch die größte Wertschätzung ist sicherlich der große Applaus und der Respekt, den die Lerner:innen von den zahlreichen Mitlernenden erhielten, die großes Interesse an dem Wettbewerb zeigten.

So zeigte der Wettbewerb einmal mehr eindrucksvoll, wie wichtig Debattenkultur und politische Bildung im Schulalltag sind. „Jugend debattiert“ fördert nicht nur sprachliche Kompetenzen, sondern auch demokratisches Denken. Fähigkeiten, die weit über den Wettbewerb hinaus Bedeutung haben. Die Lerner:innen haben gezeigt: Die nächste Generation kann Streitfragen sachlich fundiert und mit Haltung verhandeln – sie sollte ihre Stimme entsprechend erheben.