Sprachpraxis vor Ort: Die Austauschwoche in Madrid
Bereits zum fünften Mal fand der Schüleraustausch zwischen dem Raiffeisen-Campus und dem Colegio Monte Tabor in Madrid statt. Neun Lerner:innen des Raiffeisen-Campus verbrachten eine abwechslungsreiche Woche in der spanischen Hauptstadt und hatten die Möglichkeit, ihre im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse am lebenden Objekt zu testen. Unmittelbar nach der Ankunft stand das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Nachdem das Eis erstmal gebrochen war, stellten die Lerner:innen erleichtert fest, dass die Sprachbarriere kleiner war als gedacht.
Am zweiten Tag ging es gemeinsam auf einen Ausflug zum beeindruckenden königlichen Kloster El Escorial. Bei einem Rundgang durch die kühlen, aber imposanten Gemäuer erhielten die Schüler faszinierende Einblicke in die spanische Geschichte und Kultur. Unbestrittenes Highlight war das Abtauchen in die Krypta, der zentralen Begräbnisstätte der spanischen Habsburger- und Bourbonen-Monarchen.
Das Wochenende verbrachten die Schüler in ihren Gastfamilien. Dort nahmen sie am spanischen Familienleben teil, lernten Traditionen kennen und sammelten viele persönliche Eindrücke. Ein gemeinsames Abendessen in großer Runde bot zusätzlich Gelegenheit, die Erlebnisse miteinander zu teilen. Obwohl für dieses ein Pizza- und Burgerladen gewählt wurde, berichteten die meisten Teilnehmenden von interessanten kulinarischen Erlebnissen im Lauf der Austauschwoche.
Am Montag stand ein kulturelles Highlight auf dem Programm: eine Führung durch das Museo del Prado mit berühmten Werken von Goya, Velázquez und Bosch. Anschließend erkundete die Gruppe die Innenstadt Madrids rund um den Plaza Mayor und versorgten sich mit Mitbringen für Freund und Familie.
Ein wesentlicher Bestandteil des Austausches ist natürlich die Teilnahme am Unterricht der Austauschpartner:innen. Schon nach der ersten Stunde wurde klar, dass sich nicht nur Gemeinsamkeiten zum Unterricht in Dernbach feststellen lassen…Große Freude bereitete der Deutschunterricht, indem unsere Lerner:innen als Experten fungieren durften.
Die sportliche Herausforderung der Woche bestand im Besuch einer Kletter- und Boulderhalle. Obwohl einige zum ersten Mal an der vertikalen Wand standen, gaben alle ihr Bestes und unterstützen sich gegenseitig beim Bewältigen der Kletterrouten. Nach dem verletzungsfreien Vormittag, ließen es sich einige Lerner:innen nicht nehmen, die verbrannten Kalorien durch einen großen Eisbecher zu kompensieren.
Zum Abschluss wurden wir am Abreisetage zu einem typisch spanischen Frühstück in die Mensa eingeladen. Gestärkt mit churros y chocolate konnte nun die Heimreise angetreten werden. Neben vielen neuen Eindrücken verabschieden sich die Lerner:innen vor allem mit der Erkenntnis, wie viel mit einer Sprache möglich ist, wenn man den Mut hat, sie anzuwenden. Nun ist die Vorfreude auf den Gegenbesuch der spanischen Gruppe im Juni umso größer.

Kühl aber cool: Die Besichtigung des königlichen Klosters El Escorial.

Für manche Dinge ist man nie zu alt…

Highlight des Stadtrundgangs: Der Palacio Real


