Im Sozialpraktikum: MSS1 zu Gast im Alten- und Pflegeheim Montabaur

Was erwartet mich in einem Alten- und Pflegeheim? Wie sieht der Alltag dort aus und welche Aufgaben gehören zur Pflege? Fragen, die unsere Lernerinnen und Lerner der MSS1 nicht nur theoretisch beantworten, denn sie sammeln gerade praktische Erfahrungen in ihrem Sozialpraktikum. Doch bevor es losging, hatten sie beim Jobday bereits erste Eindrücke gesammelt: Ein Teil der Stufe besuchte das Alten- und Pflegeheim des Hospitalfonds Montabaur, während die andere Gruppe die Caritas-Werkstätten in Montabaur erkundete.

Im Heim angekommen, legten die Lernerinnen und Lerner gleich selbst Hand an: Nach einer Führung durchs Haus und einer Einweisung in die Hygienestandards – inklusive Handdesinfektion – ging es direkt mit praktischem Wischmopp-Training weiter. Beim gemeinsamen Mittagessen beeindruckte neben der gesunden und schmackhaften Essensauswahl besonders der Roboter, der beim Servieren der Mahlzeiten unterstützt.

Der Höhepunkt unseres Besuchs war jedoch der berührende Vortrag einer Mitarbeiterin zu den Demenzerkrankten und wie sie im Heim individuell betreut und begleitet werden. Um dies besser zu veranschaulichen, legte sie ein großes Tuch auf dem Boden, das symbolisch den Lebensfluss darstellen sollte. Steine standen für zentrale Lebensereignisse wie Schulanfang, Hochzeit, Geburt von Kindern, aber auch Trauerfälle und Misserfolge. Wir verstanden, dass ein einzigartiges Leben eine einzigartige und passende Betreuung und insbesondere viel Einfühlungsvermögen benötigt.
Am Ende dankte der Heimleiter herzlich für den Besuch und signalisierte bereits Freude auf ein Wiedersehen – das nächstes Jahr mit der nächsten Stufe stattfinden wird!

Besonders gefreut hat uns das Fazit unserer Lernerinnen und Lerner: Viele hatten vorher ein beklemmendes Gefühl beim Gedanken an ein Altersheim. Doch vor Ort zeigte sich eine ganz andere Realität – voller Wärme, Herzlichkeit und echter Gemeinschaft. Ein Tag voller Erkenntnisse, der nicht nur Fachkompetenz vermittelte, sondern vor allem Vorurteile und Ängste abbaute!