„Der Papa schmiert sich ein Honigboot.“ Mit solch unsinnigen Sätzen sahen sich die Lernerinnen und Lerner der Klasse 5b in einem Diktat mit Herrn Federkiel von der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied konfrontiert, bei dem sie sich ganz auf ihre Ohren verlassen mussten, denn mit Logik kam man hier nicht weit.

Die Lerner wurden vor Beginn des Diktats in Gruppen eingeteilt, die unterschiedlich stark vertäubt wurden: Es gab eine Gruppe der Normalhörenden, eine mit einer simulierten Hörbeeinträchtigung auf einem Ohr, eine weitere mit einer beidseitigen Einschränkung und nicht zuletzt eine Gruppe, die mit Hörgeräten ausgestattet wurde. Zudem wurde das Hören durch das Abspielen eines Liedes erschwert.

Welchen Sinn kann es nun haben, solchen Unsinn aufzuschreiben? Die Kinder mussten sich auf diese Weise auf ihren mehr oder weniger eingeschränkten Hörsinn verlassen und erkannten, wie sehr die Vertäubung und störende Hintergrundgeräusche das Verstehen beeinträchtigt. So war das Ergebnis des Diktats zum einen wenig überraschend, da tatsächlich die benachteiligen Lerner schlechter abschnitten als die Normalhörenden, zum anderen war die Klasse jedoch verblüfft, wie sehr sich das Tragen eines Hörgeräts auf das Textverständnis auswirken kann und dass von einer ruhige Lernumgebung im Klassenzimmer alle profitieren.

An dieser Stelle möchte sich die Klasse 5b recht herzlich bei Herrn Federkiel bedanken, der es sehr anschaulich und mit vielen Selbstversuchen ermöglicht hat, den Hörsinn kennen aber auch (noch mehr) schätzen zu lernen.

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