„Das war doch nicht so gemeint!“ – verletzende Wirkung „harmloser“ Aussagen

„Darf ich mal deine Locken anfassen?“
„Du trägst dein Kopftuch doch bestimmt nicht freiwillig, oder?“
„Du kannst sicher besser mit Stäbchen essen als mit einem Ball umgehen.“

Mit solchen Beispielen beschäftigt sich die Klasse 9 zum Thema „Rassismus im Alltag“. Die Lerner:innen überlegen gemeinsam, welche Aussagen für sie völlig in Ordnung sind – und welche nicht. Dabei merken sie schnell: Ob etwas als beleidigend empfunden wird, hängt stark von der eigenen Geschichte, den Erfahrungen und der momentanen Lebenssituation ab.

Sätze wie die oben zitierten hören manche Menschen regelmäßig – und sie tun weh. Oft sind sie gar nicht böse gemeint, aber sie können verletzen, weil sie Vorurteile widerspiegeln oder jemanden nur auf sein Aussehen reduzieren.

Das Ziel des Projekts ist, Verständnis dafür zu entwickeln, warum bestimmte Bemerkungen empfindlich treffen können – und wie man respektvoller miteinander umgeht. Denn Rücksicht beginnt damit, dass man zuhört und versucht zu verstehen, wie Worte auf andere wirken.