Das große Pipi-Kacka-Dilemma

Nichts für schwache Nerven: Am gestrigen Nachhaltigkeitstag beschäftigten sich die 7. Klassen des Raiffeisen-Campus unter der Anleitung von Daniela Stoffel und Myriam Gawlitta mit den menschlichen Ausscheidungen Kot und Urin – und deren Auswirkungen auf unser Klima.

Gestartet wurde mit einer kurzen Einführung in die 17 Ziele der UN für nachhaltige Entwicklung. Diese bilden einen globalen Plan, der Armut verringern, die Umwelt schützen und allen Menschen ein würdevolles Leben ermöglichen soll – und das bis zum Jahr 2030.

Im Film Holy Shit des Regisseurs Rubén Abruña erfuhren die Lernerinnen und Lerner, dass Kot und Urin keineswegs einfach nur Abfall sind, sondern eine wertvolle Ressource – zum Beispiel als natürlicher Dünger. Besonders eindrücklich war für viele die Information, dass ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser hat.

In der anschließenden Gruppenarbeit schlüpften die Siebtklässler in verschiedene Rollen und setzten sich kreativ mit dem Thema auseinander: Das Pressebüro verfasste eine Pressemitteilung zum Film, PR-Teams erarbeiteten Podcasts zur Bedeutung von Phosphor, Klopapier-Künstler klärten mit Fakten und Humor rund ums Thema „Toilette“ auf, und Investigativjournalisten überarbeiteten eine Szene des Films, um die Gefahren von giftigem Klärschlamm noch klarer herauszuarbeiten.