London Fahrt – a meal together

Das berühmte englische Wetter soll ja bekanntlich etwas aufs Gemüt schlagen, davon war aber auf unserer Fahrt nicht einmal ansatzweise etwas zu spüren. Gleich nach Ostern ging es los mit einer gut gelaunten Truppe aus Lehrern und Lernern der MSS 1 und 2. Nach einer kurzen Busfahrt setzten wir in Dünkirchen Segel in Richtung der wunderschönen Kalksteinklippen von Dover und fuhren durch bis nach Canterbury, um uns diese schöne Stadt anzusehen. Abends fanden wir uns dann nach einem langen Tag endlich im Hostel in London ein, bezogen unsere Zimmer und fielen erschöpft ins Bett.

Der zweite Tag startete sehr lehrreich mit einer dreistündigen Stadtrundfahrt, bei der uns ein gut gelaunter Guide den historischen Stadtkern von London näherbrachte und dabei allerhand spannende Anekdoten erzählte. Den Nachmittag hatten wir dann zur freien Verfügung, um die Sehenswürdigkeiten, sowie diverse Shopping Malls näher zu erkunden. Besonders letzteres stieß auf große Zustimmung bei den Mädels, die abends mit einer Unzahl gefüllter Taschen nach Hause kamen und sichtlich erfreut von ihrem Beutezug durch die Oxford Street berichteten. Anschließend ließen wir den Abend gemütlich im Dickins Inn in den St. Kathrine Docks ausklingen, wo wir uns mit großer taktischer Vorüberlegung quer durch die Burgerkarte futterten.

Am Donnerstag hatten wir vormittags eine geführte Besichtigung durch das weltberühmte Globe Theatre – das einzige Gebäude in London, das noch wie zu Shakespeare’s Zeiten ein Schilfdach besitzt – und erfreuten uns der skurrilen Details über das Leben und die Gesellschaft im damaligen London, die uns unsere Führerin mit großer Begeisterung näherbrachte. Wussten Sie etwa, dass die Schönen und Reichen im Theater über der Bühne hinter den Schauspielern saßen, damit die Armen sie von der anderen Seite aus bewundern konnten…?  Verrückt, oder?

Nach diesem interessanten Ausflug in die Vergangenheit ging es für uns in die Londoner Unterwelt, in den London Dungeon, wo Mythen und Legenden auf schreckliche Tatsachen stießen und dies sehr drastisch mithilfe von Schauspielern und gruseligen Sets dargestellt wurde. Einige Jungs machten sich einen Spaß daraus unsere Mädels zu erschrecken, was zugegebenermaßen nicht wirklich schwierig war und zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Wenn ich mich Recht erinnere, könnte ich aber auch schwören an der einen oder anderen gruseligen Stelle ein paar Jungs schreien gehört zu haben…

A day out at the beach in Brighton

Am Gruselfaktor des London Dungeon schieden sich allerdings die Geister – pun intended – daher spaltete sich rechtzeitig vor dem Eintritt eine Gruppe ab und besichtigte stattdessen das Tate Modern Kunstmuseum und kämpfte sich anschließend durch den Borough Street Market, wo es herrlich exotisch nach den verschiedensten Spezialitäten aus aller Herren Länder duftete. Nach kurzer Stärkung ging es dann wieder in Kleingruppen durch die Stadt, um sich die vielen Sehenswürdigkeiten, die schönen Parks und natürlich auch das weltberühmte Harrod’s Kaufhaus, wo man sich für das entsprechend Kleingeld so ziemlich alles kaufen kann, anzuschauen.

Freitags holten wir uns dann eine Auszeit von der Großstadt und fuhren nach Brighton an den Strand. Nachdem alle Lerner erstmal ausgiebig fluchten wegen den starkem Wind und dem verrückten Wunsch der Lehrer ein Gruppenfoto am Strand zu machen, beruhigte sich die Lage sehr schnell wieder, als der Blick Richtung Strandpromenade ging, wo sich Imbissbuden, Shops, Casinos etc. aneinanderreihten. Den restlichen Tag pendelten wir dann zwischen Strandpromenade und den sogenannten „Lanes“ hin und her – enge schmale Gassen mit Hunderten von Shops und Restaurants – und bestaunten den Royal Pavillon, einen Palast den King George IV nach Vorbild der indischen Mogulpaläste bauen ließ. Um unseren Aufenthalt ein wenig aufzulockern, haben wir uns außerdem in Gruppen aufgeteilt und uns gegenseitig verschiedene Challenges aufgegeben, die wir in Form eines Videologs für die Nachwelt festhielten. Ach ja, die besten Fish and Chips gab es hier natürlich auch, aber irgendwie behauptet das jede englische Stadt für sich.

An unserem letzten Tag waren wir noch einmal kulturell unterwegs und schauten uns verschiedene Museen an. Eine kleine Gruppe wagte sogar einen Blick ins Westminster Parliament, den britischen Regierungssitz.  Den Abend ließen wir dann gemütlich in der hosteleigenen Bar ausklingen, wo wir noch einmal die Ereignisse der viel zu kurzen Woche Revue passieren ließen. Alles in Allem war es ein richtig schöner, lehrreicher, lustiger und unvergesslicher Trip für alle Beteiligten, der nach Wiederholung schreit!