Happy End?!

Der Deutschleistungskurs der MSS 1 beschäftigt sich aktuell mit dem Thema Kommunikation in Kurzgeschichten. Im Rahmen einer kreativen Textproduktion sind, in Anlehnung an die Kurzgeschichte „Happy End“ von Kurt Marti, folgende Texte entstanden.

Viel Freude beim Lesen! 😊

 

Happy End?

 

Nächster Morgen

Sie wird wach

Neue Sorgen

Er macht Krach

 

Er beschwert sich übers Wetter

Flüstern, Sagen, Geschrei.

Die Gans, sie isst, wird immer fetter

Brot, Aufstrich, Haferbrei.

 

„Ich hasse das, wie du geschrieben hast“

Blöder Protz

Sie braucht auch mal Rast

Emotionalselektiver Klotz

 

Stillschweigendes Geschrei

Sowie trockene Heulerei.

Bis zum Tag des Abschieds

Erwähnt mit in den Schlummerliedern

Eingravur in Sarg

Klotz und Gans, ganz karg.

(Manuel Behrendt und Mathis Busch)

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Früher Sonntagmorgen

Frühstück

sie schweigt

er schweigt

 

sie fragt nach der Butter

er reicht sie ihr schweigend

sie nimmt sie schweigend an.

 

Stille.

 

Sie bricht das Schweigen

Alles wieder gut, mein Schatz?

Ja, mich bedrückt der gestrige Abend

Mich auch.

Es tut mir leid, ich hab etwas überreagiert

Mir auch, ich hätte meine Emotionen im Griff halten müssen

Nein, dafür kannst du ja nichts

Doch, ich weiß ja, dass du damit nicht so gut umgehen kannst.

 

Lass uns die Situation vergessen und den Abend wiederholen

Ja, das wäre sehr schön

 

Ich liebe dich doch.

Ich dich auch.

(Maria Schlotter und Ian Schöpf)

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Nächster Morgen

 

wachen auf

beide schweigen

essen Frühstück

 

schweigen weiter

Mann seufzt

fängt Gespräch an

 

„Tut mir leid“

„War nicht so gemeint“

wie denn sonst?

ich hab´ die ganze Nacht geweint.

 

Ich hab´s übertrieben

Ich hoffe ich hab´ dich nicht vertrieben

Alles gut

Ich hab´ nie aufgehört dich zu lieben.

 

ENDE

(Louis Hüter und Louis Schneider)

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Am nächsten Morgen

 

Frau: Guten Morgen

Mann: Morgen

Frau: Hast du gut geschlafen?

Mann: Ja … (kurze Stille) Du auch?

Frau: Naja, ich habe die ganze Nacht wachgelegen und nachgedacht.

Mann: Worüber denn?

Frau: Über das, was gestern passiert ist.

Mann: Was meinst du? Dir hat der Film doch gefallen?

Frau: Der Film war großartig, nur dein Verhalten nicht.

Mann: (schweigt)

Frau: Du bist einfach gegangen.

Mann: Dein Geheule war einfach unerträglich.

Frau: Wenigstens kann ich Emotionen zeigen und bin nicht so ein Klotz wie du!

Mann: Ich bin kein Klotz, nur kein Weichei!

Frau: Gut, wenn du dieser Meinung bist … Ich will mich nicht streiten. Ich gehe.

*Frau geht zur Treppe, stolpert, fällt und wird ohnmächtig*

Schatz, ist alles okay? Wach auf!  (weint etwas vor Angst)

Mann: (läuft zu ihr hin und versucht, sie aufzuwecken)

Frau: (wacht auf) Ach, du hast ja doch Gefühle! (immer noch etwas wütend)

Mann: Es tut mir leid, ich meinte das nicht so.

Frau: Ist okay, versuch einfach verständnisvoller zu sein.

(Valerie Gans und Chiara Rinklake)

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… Was für ein Klotz denkt sie.

Sie sieht ihren Mann in dem gemeinsamen Auto wegfahren. Sieht so aus als müsste die Frau heute Nacht ganz alleine im dunklem in der Kälte da wo die Mörder in den Büschen lungern nach Hause laufen. Die Tränen laufen entlang des Gesichts, es verschwimmt ihre Sicht und sie sieht das Auto nicht. Dieses braust mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu und sie kneift ihre Augen zusammen … Der Tod ist gekommen. Doch als sie ihre Augen öffnete sah sie anstatt des weißen Nichts was sie erwartete, das wunderschöne Gesicht eines Fremden welcher sie in seinen warmen Armen hielt.

  • Nächster Morgen:

Nachdem Sie auf ihrer Couch im Wohnzimmer aufwacht da ihr Mann sie nicht ins Bett gelassen hat geht sie in die Küche um sich einen Kaffee zu machen. Dort in der Küche steht ihr Mann welcher bereits einen fertigen Kaffee in der Hand hat, der Kaffeebehälter steht leer daneben

  • Sie: Guten Morgen (halbherzig).
  • Er: Mhhm.
  • Sie: Wie konntest du mich gestern einfach so stehen lassen?
  • Er: Dein Geheule war einfach nicht mehr auszuhalten.
  • Sie: Was wenn etwas Schlimmes passiert wäre? Ich wurde fast überfahren.
  • Er: Ist doch nicht meine Schuld. Hättest du nicht so geheult wäre jetzt ja auch alles gut.
  • Sie: Also ist dir das jetzt komplett egal, dass ich fast überfahren worden wäre??
  • Er: Willst du jetzt also wieder anfangen zu heulen so wie gestern? Du übertreibst wie immer total
  • Sie: Ich kann es nicht mehr mit dir aushalten, du KLOTZ. Keine Gefühle kannst du empfinden!
  • Er: Was möchtest du von mir? Das ich anfange bei jeder Kleinigkeit zu heulen, so wie du?
  • Sie: Kannst du dann überhaupt die Liebe für mich dann empfinden?
  • Er: … schlürft seinen Kaffee…
  • Sie: Das kann doch nicht wahr sein, ich kann nicht glauben, dass ich dich geheiratet habe. Ich hätte auf meine Familie hören sollen.
  • Er: Willst du dich jetzt von mir scheiden lassen?
  • Sie: Weißt du was, genau das werde ich machen.

Sie stürmt raus in ein Café um die Ecke wo sie auf den fremden Helden der sie gestern rettete trifft.

  • Beide verlieben sich auf den ersten Blick
  • Happy End

(Johanna Hofer und Palina Meffert)

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Happy End im Film

 

*Er: läuft zunächst ohne auf seine Frau zu warten aus dem Kino

Sie: Wirklich nett von dir, dass du auf mich gewartet hast.

Er: Du musstest ja unbedingt noch heulend den Abspann angucken.

Sie: Immerhin bin ich nicht so emotionslos wie du, du Klotz.

Er: Können wir nicht einfach nach Hause gehen und nicht mehr über diesen dämlichen Film reden.

Sie: Schweigt.

*Zuhause in ihrer Wohnung.

Sie: Eigentlich wollte ich einfach nur einen schönen Abend mit dir im Kino verbringen.

Er: Dafür hätten wir aber auch echt einen anderen Film gucken können.

Sie: Wir gucken immer was du möchtest, ich fände es schön, wenn wir demnächst zusammen entscheiden was wir gucken.

Er: Dann kann ich mir ja jedes Wochenende deine dumme Heulerei anhören, da habe ich echt keinen Bock drauf.

Sie: Du verhältst dich echt respektlos in letzter Zeit, das finde ich wirklich scheiße von dir.

Er: aha

*Sie: geht ins Bett und er schläft auf der Couch.

*Sie: macht sich Frühstück und setzt sich alleine an den Tisch, der Mann kommt in die Küche und macht sich einen Kaffee

Er: Hey hör mal zu, ich habe über gestern nachgedacht und es tut mir wirklich leid, dass ich mich so blöd und verständnislos dir gegenüber verhalten habe. Wir sollten versuchen offener miteinander zu sprechen und ich werde mich nicht mehr so rücksichtslos dir gegenüber verhalten.

*Er: geht zu ihr und nimmt sie in den Arm

*Sie: lächelt

Sie: Ich bin echt froh, dass du das eingesehen hast. Ich werde auch versuchen nicht bei jeder Kleinigkeit direkt emotional zu werden.

 

HAPPY END

 

(Elisa Brinke und Maya Klee)

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Er bleibt stehen und denkt sich „da läuft sie keuchend in ihrem Fett und heult, ich hasse diese Heulerei“. Sie läuft mit wackligen Schritten zum Auto und bleibt stehen. Er kommt nach etwas Zeit mit gemütlichen Schritten angeschlendert, guckt sie an und steigt schweigend mit einem immer noch verständnislosen Blick ins Auto. Sie öffnet die Tür, schaut ihn mit einem traurigen Blick an und blickt auf den Boden. Er macht das Auto an und fährt los. Es herrscht Stille im Auto. Währenddessen denkt er sich „warum keucht sie immer noch so“. Sie schaut erneut zu ihm und denkt sich „warum ist er so unsensibel und wird nicht einsichtig“. Er guckt ihr in die Augen und plötzlich muss er lächeln und sagt zu ihr „ich habe meine Macken und du deine“, legt seine Hand auf ihre Schulter „aber trotzdem liebe ich dich doch“. „Ich wünsche mir nur, dass du das nächste Mal nicht so abwertend wirst.“ Er zeigt verständnisvoll „du hast ich bin eben nicht so voll mit Emotionen, meine Reaktion war wirklich übertrieben“. „Ich wollte einfach nur einen schönen Abend mit dir…“. „Den Abend holen wir ein anders mal nach“. Sie nickt und lächelt, sie küssen sich.

(Cécile Merl und Kim Lia Molik)

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Nächster Morgen

Zum Aufstehen bereit

doch im Bett allein

 

Weg zur Küche voller Zorn

Sie steht da

Bombe ins Gesicht

Ihr Unterkiefer bricht

Die Beziehung ohne Aussicht

 

Zwei Wochen später vor Gericht

Angesicht zu Angesicht

Der Richter spricht

Tränen laufen durchs Gedicht

Er widerspricht

Zwei Jahre mehr vor Gericht.

(Leon Petrow)

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 Sie gehen gemeinsam zurück ins Auto, sie sprechen nicht miteinander. Sie kommen zurück nach Hause, sie sprechen nicht miteinander. Sie gehen gemeinsam ins Bett, sie sprechen nicht miteinander. Schweigend schlafen sie ein.

Es ist der nächste Morgen, die Frau wacht auf, ihr zerstrittener Ehemann ist weg. „Er ist wohl früher aufgestanden als ich“, denkt sie sich. Sie zieht sich ihre Schlappen an und geht ins Wohnzimmer. Sie bliebt stehen, immer noch im Schlafanzug. Da sitzt er, am Esstisch. An einem randvollen Esstisch. Ein Korb voller Brötchen, Salami und Wurst mit Nutella und Butter, eine Portion Rührei mit krossem Speck und zwei Tassen Kaffee. Da steht sie, da steht sie im Schlafanzug und konnte ihre Freude nicht verstecken. „Hast du das für mich gemacht?“, fragt sie. „Das ist meine Entschuldigung an dich“, sagt er. „Ich habe nachgedacht und stellte dann fest, dass ich mich falsch verhalten und überreagiert habe. Ich verstehe jetzt, dass manche Leute sowas total emotional finden. Und als Entschuldigung habe ich uns ein großes Frühstück zubereitet.“ Sie setzt sich und greift sich ein Brötchen. Doch noch bevor sie anfangen kann das Brötchen zu beschmieren, umarmen sich die Beiden. Und sie küssen sich sogar. „So, jetzt essen wir aber“, sagt er.

(Jan Kruse)

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Quelle zum Beitragsbild: Pixabay – tsg1, aufgerufen über: https://pixabay.com/de/photos/schreibmaschine-buchstaben-tastatur-472850/ [Stand: 30.09.2020, 13.33 Uhr].