Vier Becher, drei Sorten…Jetzt wird´s spannend

Warum nur mit schon vorhandenen Zahlenwerten rechnen, wenn eine Untersuchung auch passend zum Kurs ausgeführt werden kann? So dachte sich Frau Kern bei der Vorbereitung des Stochastik-Unterrichts im Mathematikleistungskurs. Also wurden die LernerInnen mit mitgebrachten unbeschrifteten Cola-Flaschen überrascht.

Jetzt kommt es auf die Geschmacksnerven an

Per Zufall wurden die drei Colasorten Classic, light und Zero in unterschiedliche Becher gefüllt, und jeder Lerner testete seine Geschmacksnerven. Vor der Auswertung und der Erkenntnis, ob die vorher schnell gefasste Behauptung „das schmeckt man doch klar raus“ , auch wirklich so zutrifft, musste zunächst eine passende mathematische Struktur gefunden werden. Schritt für Schritt erarbeiteten die Lerner diese Theorie selbst und konnten dann erfahren, ob sie ihrem Vorwissen zum Cola-Geschmack trauen können.

Der kritische Blick vor der mathematischen Analyse

Ganz nebenbei mussten sie erkennen, dass eine Manipulation der Ergebnisse durch unbewusst geäußerte Behauptungen schnell zu Verwirrung im gesamten Kurs führen kann.

Auch dies galt es bei der Interpretation des Ergebnisses zum Schluss zu berücksichtigen. Am Ende stand aber fest: Auch wenn einzelne Lerner eher wenig Treffer erzielten, gibt es im Durchschnitt genug Kenner, sodass insgesamt die Hypothese „Der Mathe LK ist ein Cola-Kenner-Kurs“ zumindest mathematisch bestätigt werden konnte.