„Mathematik ist überall“ – wer kennt diesen Spruch nicht? Wenn es um Zahlen und Rechnungen geht, ist dies für uns selbstverständlich. Wo die Mathematik aber sonst noch überall weiterhelfen kann und zum Problemelösen genutzt wird, konnten Jan und Raphael beim Besuch der Mathematischen Modellierungswoche in Oberwesel erfahren.

Tüfteln und Technik – Bau eines 3D-Scanners

Bereits am Sonntagabend begann die Woche voller Mathematik in der Jugendherberge in Oberwesel. Gemeinsam mit 40 Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen aus ganz Rheinland-Pfalz und 16 Lehrerinnen und Lehrern galt es, sich einen der verschiedenen Themenbereiche der diesjährigen Projektwoche der Uni Kaiserslautern auszuwählen. Ein Großteil der Themen befasste sich mit der Europameisterschaft der Leichtathletik in Berlin. Wie lässt sich der Ablaufplan der einzelnen Wettkämpfe im Olympiastadion optimieren? Wie finde ich die besten Ticketpreise? Wo lang sollte der Marathonlauf führen? Aber auch der Bau eines 3D-Scaners oder die Untersuchung des Dämmungsbedarfs für energieeffizientes Bauen standen zur Auswahl.

Nach der ersten Ideensammlung am Montagmorgen wurde bis zum Mittwochvormittag – bei Bedarf auch bis in die Nacht – in Vierer- bis Sechsergruppen diskutiert, recherchiert, verworfen, überarbeitet und überprüft. Selbst in den Kaffee- und Mittagspausen waren viele Schüler nur kurz im Aufenthaltsraum zu sehen und verschwanden dann wieder in die Tiefen der Mathematik.

Im statistischen Bundesamt

Für den Mittwochnachmittag stand der Besuch des Statistischen Bundesamts auf dem Programm. Hier erhielten die Teilnehmer neuen Input und Informationen zur Arbeit eines Mathematikers. Nicht fehlen durfte die Fahrt mit dem Pater Noster.

Dann begann der Endspurt: Bevor am Freitag von allen Gruppen das Ergebnis in kurzen Vorträgen präsentiert werden konnte, musste diese Präsentation und ein passendes digitales Plakat erstellt werden. Selbst zu diesem Zeitpunkt wurde in der ein oder anderen Gruppe weiter am Lösungsansatz gearbeitet. Die Abschlusspräsentationen zeigten viele unterschiedliche Aspekte der Mathematik: Vom logischen Denken über die Arbeit mit Tabellenkalkulationsprogrammen bis hin zur Programmierung. Die meisten Ideen und Arbeiten waren ohne große Hilfe durch die anwesenden Lehrkräfte und die Mitarbeiter des Projektteams entstanden.