Die Tennisjungs des RC scheiden trotz Unentschieden aus

Die Mannschaft des RC in bester Laune

Kürzlich ist die Tennismannschaft der Jungen in der Wettkampfklasse III (Jg. 2003-2006) zum Wettkampf gegen das Herzog-Johann-Gymnasium Simmern ausgerückt. Die sechs Spieler mit ihrer betreuenden Lehrkraft Moritz Frank sind noch vor Schulbeginn zur Tennisanlage am Naturfreibad gestartet und wurden vor Ort sehr gastfreundlich begrüßt. Die Elternschaft aus Simmern hat die Lerner und Lehrer mit Kuchen, Laugengebäck, Obst und vielen Getränken verköstigt.

Kleine Pause vor dem nächsten Spiel

In einem bis zum letzten Match spannenden Wettkampf musste sich die Mannschaft des Raiffeisen-Campus trotz zweier gewonnener Einzel und eines gewonnen Doppels knapp geschlagen geben, da wir in der Summe weniger Spiele gewonnen hatten. Die Lerner erwiesen sich als tolles Team (alle Spieler wurden eingesetzt) und der Wettkampf lief sehr fair ab.

Für die Premiere auf dem Gebiet des Tennis kann man sehr zufrieden sein und sich bereits auf das nächste Jahr freuen. Weiter im Rennen sind unsere Tennismädels, die ebenfalls in Simmern den Regionalentscheid spielen. Wir drücken die Daumen!

Grenzenlose Freude bei „Mathematik ohne Grenzen“

Viele junge talentierte Mathematiker nahmen an der Preisverleihung bei „Mathematik ohne Grenzen“ teil.

Der Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ sprengt gleich mehrere Grenzen:
Zunächst einmal natürlich geographischen Grenzen, so nehmen jährlich weit über 9000 Klassen mit mehr als 250.000 Schülern aus rund 30 Ländern teil. Dieser internationalen Ausrichtung entsprechend stellt die Überwindung sprachlicher Hindernisse eine weitere Grenzüberschreitung dar, sind doch die Erschließung und Bearbeitung einiger Aufgaben in englischer, französischer, spanischer oder auch italienischer Sprache wesentliche Merkmale von „Mathematik ohne Grenzen“. Um diese Herausforderungen meistern zu können, werden zu guter Letzt die üblichen Vorschriften von Tests und Überprüfungen außer Kraft gesetzt: So handelt es sich um einen Klassenwettbewerb, bei welchem die Schüler selbstständig Teams bilden und die Aufgaben unter sich aufteilen. Somit kann jeder seine Stärken wie Sprachtalent, Teamfähigkeit und selbstverständlich mathematisches Know-how einbringen.

Dass der Leistungskurs von Herrn Deinert über diese Stärken verfügt, stellten sie bei der Lösung der Aufgaben unter Beweis. Grenzenlos war daher auch die Freude bei Luca, Jacob und Ben, die als Vertreter des Leistungskurses Mathematik zusammen mit ihrem Lehrer Herrn Deinert zur Preisverleihung für die Region Koblenz nach Bendorf eingeladen waren. Denn Wettbewerbsleiter Herr Bott verlieh ihnen für die Leistungen des Leistungskurses den ersten Platz! Dieser war nicht nur mit einem beachtlichen Geldbetrag , der das nächste Kurstreffen finanzieren wird, dotiert, sondern die Lerner konnten sich noch drei lustige Gesellschaftsspiele aussuchen. Diese überreichten sie anschließend gerne den Orientierungsstufen-Klassen und konnten die grenzenlose Freude so auch mit den jüngeren Lernerinnen und Lernern teilen!

Typisch Mädchen – typisch Junge?

Ob Mädchen auf Baustellen oder in IT-Unternehmen oder Jungen in Kindertagesstätten oder Kliniken – am bundesweiten Boy’s and Girl’s Day das Klassenzimmer gegen einen Tag Berufspraxis einzutauschen, hat nicht nur für unsere Siebtklässler Tradition, sondern ist eine bundesweite Maßnahme, um die faire Chancen für Jungs und Mädels in der beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Am Raiffeisen-Campus ist dieser Tag nicht nur für unsere Siebtklässler verpflichtend, sondern die gesamte Orientierungs- und Mittelstufe absolviert ein Tagespraktikum in einem Betrieb oder Unternehmen.

Quelle: Konstantin Gastmann / pixelio.de

Dass dabei unterschiedliche Schwerpunkte angeregt werden,  ist selbstverständlich für eine frühe, aber altersgemäße Berufs- und Studienorientierung. So besuchen die Fünftklässler bei ihrem ersten Tagespraktikum ihre Eltern, Verwandte oder Bekannte bei ihrem Beruf, die Sechstklässler widmen sich einem Hobby aus beruflicher Perspektive, in der siebten Klasse steht klassischerweise ein geschlechtsuntypischer Beruf an, Klasse 8 erhält Einblicke in einen handwerklichen Beruf und die Neuntklässler suchen sich bewusst persönliche Herausforderungen.

In den Klassenleiterstunden wird dazu angeregt, die persönlichen Erfahrungen aus dem Praktikum anhand vorgegebener und altersgerechter Reflexionsaufträge zu reflektieren. So ist der Boy’s and Girl’s Day mittlerweile ein etablierter Bestandteil des Berufs- und Studienkonzepts am Raiffeisen-Campus – und für die Mitlernerinnen und Mitlerner sowie die Lehrer ist es immer wieder spannend zu hören, welche Erfahrungen ein Lerner in der Berufswelt gemacht hat.
Wenn auch Sie als Elternteil oder Partner unseren Lernerinnen und Lernern einen Einblick in die Berufs- oder Studienwelt geben möchten, wenden Sie sich gerne an Dominik Deinert als Koordinator für Berufs- und Studienorientierung. Am Freitag, 9.11.2018, können Sie im Rahmen des Projekttags „Eltern machen Campus“ Ihren Beruf oder Ihren Studiengang gerne vorstellen. Herr Deinert freut sich auf Ihre Ideen.

Ein Blick nach vorn – Kompetenzen in der Berufswelt der Zukunft

„Non vitae sed scholae discimus.“ – „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.“ So kritisierte schon der römische Philosoph Seneca die Philosophenschulen seiner Zeit und forderte damit ein, dass sich Schulen an der Lebenswelt orientieren und ihre Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten. Diesen Anspruch versuchen auch wir am Raiffeisen-Campus tagtäglich zu erfüllen.

Ein Blick nach vorn. Herr Hildebrandt erläutert den Lernerinnen und Lernern die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt

 So freute sich Herr Deinert als Koordinator für Berufs- und Studienorientierung am Raiffeisen-Campus sehr darüber, dass im Rahmen des Boy’s and Girl’s Day ein absoluter Experte für Fragen zur Berufswelt den interessierten Lernerinnen und Lernern sowie deren Eltern Rede und Antwort stand. Herr Norbert Hildebrandt, Unternehmensberater und Personal Coach, stellte überzeugend dar, wie wesentlich Teamfähigkeit für die berufliche Zukunft ist und welche Kraft zur Problemlösung in gut funktionierenden Teams steckt.
Dazu griff er die fruchtbaren und konstruktiven Fragen aus dem Publikum auf und beschrieb, dass zu einem guten Team für ihn Männer und Frauen gehören und bei höchstens sieben Teammitgliedern effektive Teamarbeit noch möglich ist.

 Dass Teamarbeit im Rahmen des Unterrichts am Raiffeisen-Campus immer wieder praktiziert und eingeübt wird, konnten die Lernerinnen und Lerner dann auch Herrn Deinert bestätigen. Dieser bedankte sich herzlich bei den Gästen und Herrn Hildebrandt für den gelungenen Vortrag sowie für die Zusicherung, auch im nächsten Jahr die Informationsreihe zur „Berufswelt der Zukunft“ fortzuführen und zu vertiefen.

 Wenn auch Sie als Elternteil oder Partner unseren Lernerinnen und Lernern einen Einblick in die Berufs- oder Studienwelt geben möchten, wenden Sie sich gerne an Dominik Deinert, Koordinator für Berufs- und Studienorientierung. Am Freitag, 9.11.2018, können Sie im Rahmen des Projekttags „Eltern machen Campus“ Ihren Beruf oder Ihren Studiengang gerne vorstellen.

Zu Besuch auf dem Aller-Wiesenhof

Mit vereinten Kräften wird die Milch zu den Kälbchen geschafft.

Im Lernatelier Bauernhof beschäftigen sich unsere Lernerinnen und Lerner der 5. Klassen derzeit intensiv mit dem Thema Landwirtschaft und dem Alltag auf einem Bauernhof. Aus Theorie wurde Praxis als unsere 5er vor kurzem jeweils einen Vormittag lang den Wiesenhof der Familie Aller in Maxsain besucht haben.

Los ging es beim Kühe melken, wo die Lernerinnen und Lerner Hand anlegten und auch selbst ausprobierten, wie sich die Melkmaschine für die Kuh anfühlt, indem sie die Hauben auf ihre Finger setzten. Besondere Begeisterung riefen die kleinen Kälbchen hervor und die Lernerinnen und Lerner halfen tatkräftig bei der Fütterung mit. Anstrengender war es da schon, mit der großen Heugabel die Futtermischung für die ausgewachsenen Kühe zu bewegen.

Die kleinen Kälber sorgten für Begeisterung.

Zu guter Letzt haben sich die Lerner beim Butter machen nochmal richtig ins Zeug gelegt und waren ganz überrascht, wie schnell aus Sahne Butter wird, wenn man kräftig genug schüttelt. Selbstgemacht hat die Butter natürlich besonders gut geschmeckt.

Praxisnah, lehrreich und begeisternd – so machen wir Schule und freuen uns schon jetzt auf den Besuch im nächsten Jahr!

Basteln und Würfeln im Mathematik LK

Würfel herstellen mit Schere und Papier…

Nachdem die letzte Klausur des Schuljahres geschrieben war und die Theorie der Stochastik vielfach besprochen und berechnet wurde, stand die Praxis im Mittelpunkt eines Unterrichtsprojektes im Mathematik Leistungskurs der MSS2 von Frau Kern.

natürlich mathematisch exakt

Untersucht wurde die sogenannte Efron-Würfel. Da es sich hierbei aber nicht um die von 1 bis 6 beschriftete Würfel handelt, mussten diese zunächst von den Lernern des Kurses hergestellt werden. Eine große Herausforderung: Kleben und Schneiden kommt doch nicht mehr häufig im Alltag der Oberstufenlerner vor. Nach dieser Fingerfertigkeit stand das Spiel im Mittelpunkt: Wie sorgen diese anderen Beschriftungen für einen Gewinn? Worauf muss ich bei der Würfelwahl achten? Was passiert, wenn ich einen neuen Würfel entwerfe oder statt mit zwei, gleich mit Spielern spiele?

Würfeln alleine reicht nicht…

Viele neue Ideen sollten dann im letzten Schritt mit der bekannten Theorie begründet werden. Zum Leidwesen der Mathematiker galt es, die Untersuchungsergebnisse im Rahmen eines Aufsatzes darzustellen. Es stellte sich aber heraus, das auch dies eine machbare Aufgabe für alle war und gleichzeitig eine gute Übung für die bald bevorstehenden Hausarbeiten an der Uni.

Europa?! Wer gehört dazu und wieso gibt es diesen Staatenbund? 

Freude stand am Anfang des Europatags am Raiffeisen-Campus, den in diesem Schuljahr die 9ab mit ihren Sozialkundelehrern Frau Groß und Herr Meffert konzipiert und organisiert hatten. Freude sogar an der Musik, den zu Beginn des Tages sangen die ca. 200 LernerInnen die Hymne Europas, deren Text von Friedrich Schiller und deren Musik von Ludwig van Beethoven stammt (dessen Mutter aus Ehrenbreitstein stammt). Danach folgte ein kurzer Infofilm, der das Motto des Tages werden sollte: Europa ist vor allem ein Friedensprojekt. Unsere Vorfahren hatten einfach verstanden, dass die zahlreichen Kriege seit dem 17. Jahrhundert zu oft die Kontinent verwüstet und unsagbares Leid über seine Bewohner gebracht hatte.
Nach der kurzen Einführung gingen die beiden Gruppen (Orientierungsstufe und Mittelstufe) in ihre Räume, wo sie von den Neuntklässlern angeleitet und betreut wurden. Sehr erfreulich war die Begeisterung, mit der die Lernerinnen ihre Arbeitsaufträge annahmen. Während die Klassen 5 und 6 intensiv an den Flaggen und, in einem Online-Spiel auch allgemeine Kenntnisse zur politischen Geographie Europas festigten, bereitete die Mittelstufe ihre Länder-Kurzreferate vor,  nach dem sie sich zuvor eine Präsentation über Europa mit dem Pferd „Eurogaloppo“ ernielten, in dieser ein Quiz integriert war. Natürlich durfte jeweils die Sage rund um „Die Europa“ nicht fehlen, diese wurde von den 9. Klässlern gerne vorgelesen und kurz erklärt. 
Bei der abschließenden Präsentation im Forum wurde schnell klar, dass der Tag gut investiert war. Während die Mittelstufe mit zahlreichen Basis-, aber auch Spaßinformationen aufwartete („Dänemark hat mehr Schweine als Menschen“), überzeugten die Jüngsten am RC durch ihre kreativen Gestaltungsideen, u.a. 3D-Kunstwerke, Quizze, große Info-Plakate oder sich auffaltende Info-Flyer. Auch wurden die (noch) 28 EU-Mitgliedtaaten damit den Lernerinnen und Lernern nochmals näher gebracht und vielleicht auch das Ziel erreicht, die Bedeutung der Einheit und des Friedens in Europa den Zukunftsgestaltern mit auf ihren Lebensweg zu geben. 
Frau Groß und Herr Meffert dankten am Ende den LernerInnen sehr herzlich für ihr Engagement und wünschten sich, dass Europa auch durch das Mittun unserer Lerner ein friedlicher Kontinent bleiben möge.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen – Bankier aus Christenpflicht

Ein Jubiläumsjahr ist etwas Besonderes. 2018 ist daher nicht nur für die mittlerweile weltweit tätigen Genossenschaftsbanken, sondern auch für den Raiffeisen-Campus ein ganz besonderes Jahr: Wir feiern den 200. Geburtstag des Namensgebers unserer Schule.  Als akademischer Auftakt zu diesem Jubiläumsjahr, das unsere Schule mit zahlreichen Veranstaltungen unterschiedlicher Formate das gesamte Jahr über im Gespräch halten wird, lud Oberstufenleiterin Frau Renate Scheffler Herrn Professor Dr. Michael Klein zu einem Vortrag im Rahmen von LitLive am 7.5. 18 nach Dernbach ein. Es hätte kein besserer Referent gefunden werden können: Der Heidelberger Theologieprofessor und Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Hamm/Sieg ist ein ausgewiesener Kenner Friedrich Wilhelm Raiffeisens. Er hat nicht nur über den Genossenschaftsgründer promoviert, sondern auch weitere erfolgreiche Bücher über ihn publiziert.

Bereits in ihrer freundlichen Begrüßung stimmte Moderatorin Frau Jenny Groß die Zuhörer auf einen besonderen Vortrag ein, in dessen Mittelpunkt ein außergewöhnlicher Mensch  namens Friedrich Wilhelm Raiffeisen stehe, dessen Gedanken und Leistungen auch nach 200 Jahren an Aktualität und Relevanz nichts eingebüßt hätten. Und tatsächlich griff Professor Dr. Klein diese These gleich zu Beginn seines Vortrags auf und untermauerte sie während seiner Rede mit zahlreichen Fakten.

Der Vortrag, der sich durch intime und umfassende Kenntnis des Referenten über Leben, Zeit und Wirken Friedrich Wilhelm Raiffeisens auszeichnete, spannte inhaltlich einen weiten Bogen von der Geburt und der schwierigen Kindheit des späteren „Bankiers“ über die Gründung der Genossenschaften bis hin zu seinem Tod im Jahr 1888. Dabei kristallisierte sich der Genossenschaftsgründer Raiffeisen vor allem als revolutionärer Sozialreformer heraus, dessen Handeln christliche Motive zugrunde lagen: Mitnichten ging es Raiffeisen darum, Almosen zu verteilen, sondern stets um Hilfe zur Selbsthilfe und um gegenseitige Unterstützung: „Einer für alle, alle für einen.“ (F.W. Raiffeisen)

Professor Klein veranschaulichte diese wegweisenden Gedanken, die in dem bereits zum geflügelten Wort avancierten Spruch „Was einer alleine nicht schafft, dass schaffen viele“ einen nachhaltigen sprachlichen Niederschlag gefunden hat, u.a. mit dem Hinweis auf Raiffeisens zukunftsweisende Infrastrukturprojekte und seine „Brot“- und „Hülfsvereine“, für die es ihm sogar gelungen war, die Unterstützung von Begüterten und Geistlichen zu gewinnen. Doch der Christenpflicht, so Michael Klein, sei Raiffeisen stets treu geblieben, selbst dann noch,  als er sich ab 1860 dazu gezwungen sah, seine ursprünglichen Hilfsvereine in Darlehenskassenvereine umzuwandeln, um dem zunehmenden Verlust wohlhabender Mitglieder entgegenzuwirken. Gleichzeitig betonte Professor Klein allerdings auch, dass Raiffeisen konservativ war, was sich beispielsweise dadurch zeige, dass er die Bauernrevolution 1848 vehement ablehnte. Der Referent äußerte in diesem Zusammenhang die spannende Vermutung, dass diese konservative Haltung, die gelegentlich eine von Raiffeisen selbst allerdings stets widersprochene antisemitische Deutung mancher seiner Aussagen Anlass gegeben habe, möglicherweise ein Grund gewesen sein könne, warum Raiffeisens Ideen sogar in der Politik und in den Kirchen der 1890er Jahre Anklang fanden.

Professor Michael Klein hat in seinem Vortrag zahlreiche, bisher wenig bekannte Schlüsselmomente im Leben und Werk Friedrich Wilhelm Raiffeisens referiert, bei denen dem aufmerksamen Zuhörer klar geworden sein dürfte, dass die Beschäftigung mit dem Genossenschaftsgründer und Namensgeber unserer Schule keine bloß antiquarische Gelegenheit ist. Raiffeisens christlich fundierter Horizont war weiter als unser Horizont, wir sind in der Geschichte und Welterfahrung vorangeschritten, aber wir gewinnen, wenn wir versuchen, uns in unserer durch Gewinnmaximierung und Ellenbogenmentalität gekennzeichneten modernen Welt an Raiffeisens  Weltanschauung und Werten zu orientieren.

Ein inhaltlich und sprachlich ausgezeichneter und in einem mitreißenden Stil gehaltener Vortrag, der den anwesenden Eltern, LernerInnen und LehrerInnen  lange in positiver Erinnerung bleiben dürfte.

Welchen Plan verfolgt Donald Trump?

Vorlesungen zu „Volkswirtschaftslehre“ und „Management“ von Herrn Dr. Kölbach

Diese Frage beschäftigt derzeit sicherlich einige, die sich über die Vorgehensweise des amerikanischen Präsidenten wundern, darunter auch viele unserer Lernerinnen und Lerner. Eine einfache und vollständige Antwort lässt sich darauf zwar nicht geben, doch Herr Dr. Kölbach, Vorstand der Westerwaldbank, warf in seiner Vorlesung mehrere Schlaglichter beispielsweise auf Trumps Steuerpolitik oder seine Außenhandelspolitik.

So garnierte Herr Dr. Kölbach seine beiden einstündigen Vorlesungen für die MSS1 zu den Themen „Volkswirtschaftslehre – Eine erste Bekanntschaft mit der Königsdisziplin der Wirtschaftswissenschaften“ und „Management – Vom Lerner zum Leister“ immer wieder mit aktuellen Bezügen und forderte die Lernerinnen und Lerner auf, kritisch zu denken und Position zu beziehen.

Dies gelang den zukünftigen Abiturienten hervorragend bei Herrn Dr. Kölbachs Streizug durch die VWL, bei der er immer wieder Theorien von prägenden Persönlichkeiten herausstellte. So stellte er beispielsweise heraus, dass der Außenhandel der USA unter Trump an Ideen von David Ricardo anknüpft, die schöpferische Kraft des Silicon Valley auf Theorien von Joseph Alois Schumpeter zurückgeht oder Trumps Steuerpolitik Anleihen bei Arthur Laffer und der berühmten Laffer-Kurve nimmt.

Interaktive Vorlesung – Die lul nehmen aktiv teil

Auch im Rahmen der Vorlesung zum Thema Management brachten die Lernerinnen und Lerner der MSS1 immer wieder ihre eigenen Gedanken ein, beispielsweise bei den Fragen, ob Effektivität oder Effizienz wichtiger ist, oder welche Eigenschaften erfolgreiche Menschen ausmacht.

Nach den beiden Vorlesungen bedankten sich die Jahrgangssprecher der MSS1 Lennart und Markus nicht nur bei Herrn Dr. Kölbach, sondern auch umgekehrt fand dieser lobende Worte für das Engagement und die Argumentationsfähigkeit der Lernerinnen und Lerner des Raiffeisen-Campus. Und vielleicht hat der ein oder andere von ihnen ja nun auch Lust bekommen, sich tiefergehend mit Volkswirtschaftslehre oder Management auseinanderzusetzen und ein Studium in diesem Bereich zu ergreifen. Gelegenheit, sich mit aktuellen Fragen aus diesen Themengebieten auseinanderzusetzen, bietet Herr Dr. Kölbach auch in seinem Blog hier auf unserer Seite. Er freut sich über Meinungen, Positionen und Antworten auf seine Beiträge.

Sturmflut im Forum

Die Lerner experimentieren mit dem Neigungswinkel.

Die 5a ist zurzeit im Erdkundeunterricht bei Frau Rücker an der deutschen Nordseeküste unterwegs. Leider nicht unmittelbar vor Ort, sondern vielmehr thematisch, aber mit Hilfe von Bildern, Texten, Videos und Karten kann der Naturraum Küste auch von Dernbach aus erkundet werden.

Deich an der Nordsee. Quelle: www.pixabay.de

Besonders spannend wurde es beim Thema Sturmfluten, denn die Lerner waren erstaunt, wie enorm die Auswirkungen von Sturmfluten sein können und schon waren. Schnell war klar: Die Küsten müssen mit Deichen geschützt werden, wenn die Menschen auch weiterhin in der Nähe des Meeres leben wollen. Aber wie sieht so ein Deich optimalerweise aus?

Mit einem Experiment untersuchten die Lernerinnen und Lerner den optimalen Steigungswinkel eines Deiches und verstanden dadurch rasch, dass die Wucht des Wassers deutlich gebremst wird, wenn die Außenböschung nur flach geneigt ist.