Im Laufe der Woche wurden unsere Lernerinnen und Lerner regelrecht „süchtig“ nach dem tollen Orangensaft aus dem Mercadona-Supermarkt, den man sich vor Ort mit Hilfe einer vollautomatischen Presse selbst herstellen konnte. Mehrmals mussten die Mitarbeiter herbeigerufen werden, um die Orangen aufzufüllen, was nebenbei einen positiven Effekt auf die spanische Wirtschaft zufolge hatte.

Wanderung durch die huertas

Nachdem sich alle mit Sandwiches, leckeren Empanadillas, frischem Obst und dem legendären O-Saft eingedeckt hatten, ging es am Freitag mit der Straßenbahn nach Valencia City, wo wir zunächst Zeit zur freien Verfügung hatten, um die Stadt weiter auf eigene Faust zu erkunden und unsere Shoppingbedürfnisse zu befriedigen. Am frühen Nachmittag wanderten wir einmal quer durch den „Parkring“, der den Stadtkern hablkreisförmig umgibt, um zu der „Ciudad de las Artes y Ciencias“ zu gelangen, wo wir uns zusammen mit den Spaniern ein Museum anschauen wollten.  Der Parkring war früher einmal ein Flussbett, welches man nach vielen Überschwemmungen, die Valencia in der Vergangenheit heimgesucht hatten, trockenlegte, um dort Grünflächen anzupflanzen und Freizeiteinrichtungen zu platzieren.

Am Ziel angekommen, mussten wir feststellen, dass manche Klischees über die Spanier doch einen kleinen Funken Wahrheit beinhalten, denn unsere spanischen Freunde waren noch nicht am Treffpunkt zugegen, obwohl wir uns selbst etwas verspätet hatten. Kurz nachdem die Ersten damit begannen Witze über die „spanische Pünktlichkeit“ zu machen, kamen die Spanier gemütlich und alle fielen sich herzlich in die Arme und verteilten Küsschen, so wie es eben der Brauch vorsieht und das typisch „deutsche Gemecker“ (ein weiteres Vorurteil mit einem Körnchen Wahrheit) ebbte ab. Abends trafen wir uns alle zu einem abschließenden Festmahl in einem schönen ländlichen Restaurant mit Discokeller, wo wir bestürzt feststellen mussten, dass die Woche schon zu Ende war. Das stimmte alle etwas traurig, daher stürmten die Kids nach dem Essen in den Keller zum Tanzen, um die Gemüter wieder aufzuheitern.

Nach einer sehr ereignisreichen Woche und einem schmerzlichen Abschied am Flughafen traten wir wieder die Heimreise an. Was bleibt, sind die neuen Freundschaften, die auf dieser Reise entstanden sind, die vielen interessanten (interkulturellen) Erfahrungen, die wir machen durften und die schönen Erinnerungen an eine gelungene Klassenfahrt nach Spanien und das innere Verlangen nach dem leckeren Mercadona Orangensaft.

Da kann beim besten Willen kein „0815 Partyurlaub“ mithalten.