Ein wichtiges Amt ist zumeist mit allerlei Aufgaben verbunden, über die man sich zu Beginn erst einmal bewusst werden muss. Unter anderem zu diesem Zweck begaben sich die KlassensprecherInnen und LernersprecherInnen, begleitet von Verbindungslehrer Herrn Klein, zu einem zweieinhalbtägigen Workshop nach Kirchähr.

Die Katholische Fachstelle für Jugendarbeit (KFJ) erwartete die RC-Delegation mit dem Programm ‚Einfach stark‘. Die Lernenden erlebten eine abwechslungsreiche Mischung aus theoretischen Einheiten und lernreaktivierenden, spielerischen Sequenzen. 

Am ersten Fortbildungstag stand die Veranschaulichung des Aufgabengebiets der Klassen- bzw. Lernervertretung im Mittelpunkt. Die Lernerinnen und Lerner diskutierten über notwenige Attribute eines Klassensprechers. Im Austausch mit der Gruppe wurden sie sich der eigenen Stärken bewusst.

Am darauf folgenden Tag standen für unser LV-Team einige Übungen und Methodentrainings zur Schulung wichtiger kommunikativer Fertigkeiten im Vordergrund. Anhand konkreter Fallbeispiele aus dem Erfahrungsbereich der Lernerinnen und Lerner berieten wir uns über mögliche Handlungsalternativen und Gesprächsstrategien. Auch den zweiten Abend ließ das Team des KFJ mit einem eher besinnlichen ‚Impuls‘ ausklingen, zu dem sich die Teilnehmenden nach dem Abendessen nochmal im Gruppenraum sammelten. 

Der Abreisetage stand im Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung. Reihum befüllten sich die lul ihre selbstgebastelten ‚Stärke‘-Boxen mit Wünschen für das kommende Schuljahr, aber auch mit Komplimenten oder einfach nur netten Grüßen. 

Mit vielen neuen Eindrücken, einem ganzen Rucksack voller Informationen und Anregungen, aber vor allem -und das ist das wichtigste-  als zusammengewachsenes Team, verließen wir gegen Mittag die Jugendbegegnungsstätte. 

Wir hoffen, dass auch zukünftige Klassensprecherinnen und Klassensprecher von diesem Fortbildungsangebot profitieren können und bedanken uns ganz herzlich beim Förderverein für die großzügige Unterstützung dieses Projekts. 

Auch in dieser Woche haben wir in der AG "Spiele ohne Strom" wieder ein Spiel getestet, das zu Unrecht etwas verrufen ist. Uns zumindest hat es viel Spaß gemacht und es wurde – natürlich – kein einziger Cent verloren oder gewonnen. Hier unser Test: 

 

Name: Poker

Alter: ab 8 Jahren 

Spielmittel: 

1. Karten 52

2. Poker Chips 

Spieler : 1x Dealer

               1x Small Blind

               1x Big Blind

               4-10 Normale Spieler

Das Spiel : Das  Ziel im Spiele ist es, den sogenannten Pot am Ende einer Runde zu gewinnen. Das Spiel geht solange, bis ein Spieler alle Gewinne der anderen Spieler gewonnen hat.

Kartenkombinationen: Je seltener eine Kartenkombination vorkommt , desto höher wird sie eingestuft.

Nichts: Auch „Nichts“ kann für die Wertung von Bedeutung sein. Wenn alle noch am Spiel beteiligten Personen „Nichts“ haben, gewinnt der Spieler mit der höchsten Karte .

Ein Paar: Zwei Karten gleicher Wertigkeit. Wenn mehr Spieler ein Paar haben gewinnt der mit dem ranghöheren Paar.

Zwei Paare: jeweils zwei Paare,

Drilling: Drei Karten gleicher Wertigkeit.

Straight:  5 Karten in Sequenz. Das Ass kann hierbei entweder hoch ( Also als Ass ) oder niedrig ( Als 1 ) zählen. Bei zwei  gleichen Straights wird der Pot  geteilt .

Flush: 5 Karten gleicher Farbe nicht in Reihenfolge. Bei zwei gleichen Fluchs wird der Pot geteilt .

Full House: Ein Paar und ein Drilling. Gleiche Kombination sind nicht möglich.

Vierer: Vier Karten gleicher Wertigkeit .Gleiche Kombination sind nicht möglich.

Straight Flush : 5 Karten gleicher Farbe in Sequenz.

ROYAL Flush : Ass-König-Dame-Bube-10 in einer Farbe 

Der Spieler der Gewinnt spielt entweder mit der besten Kartenkombination oder ist der beste im Bluff (bluffen = seine Gegner zur Aufgabe bewegen , indem man den Anschein erweckt, die beste Hand zu haben)

Sterne : 4,7

Traditionell übernehmen die Lernerinnen und Lerner beim Maustürentag der Sendung mit der Maus die Führung in der Westerwaldbankfiliale. Auch in diesem Jahr haben sich trotz Feiertag und Ferien neun Lerner aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen bereit erklärt, am Tag der deutschen Einheit mitzuwirken.

Damit dies gelingt, werden sie im Vorfeld in die Bankfiliale in Selters eingeladen. Hier erhalten sie einen Einblick in die verschiedenen Räume der Bank und testen die unterschiedlichen Automaten. Wie sieht es im Tresor aus? Was macht ein Kundenberater? Worin unterscheiden sich seine Aufgaben von den Mitarbeitern im Service?

Diese und viele weitere Fragen galt es beim Besuch zu klären. Am Ende des Tages blieben keine Fragen offen. Jetzt heißt es abwarten: Wie viele Mausfans werden am 3. Oktober vorbeischauen? Die Mausscouts sind auf jeden Fall Bereit, um den kleinen und großen Fans einen Einblick hinter die Kulissen einer bank zu ermöglichen. 

Interesse? Dann melden Sie sich bitte über die Homepage der Aktion an:

www.wdrmaus.de/tuer_oeffner_tag/2017

Wir wünschen den Helfern und den Besuchern am 3. Oktober viel Freude!

Bis vor Kurzem lag der geographische Mittelpunkt der Europäischen Union mitten im Westerwald in Kleinmaischeid – und damit unweit vom Raiffeisen-Campus entfernt. Um unsere Lernerinnen und Lerner dementsprechend fit für Europa zu machen, findet am Raiffeisen-Campus nicht nur der Europa-Projekttag statt, sondern auch langfristig ist der Europäische Gedanke ins Schulleben integriert. So stellte Herr Deinert der Schulgemeinschaft bei der vorletzten Schulversammlung die Aufgaben und Teilnahmebedingungen des diesjährigen Europäischen Wettbewerbs vor. Das Motto lautet: „Denk mal – worauf baut Europa?"

Die Aufgabengebiete: Vereine, in denen sich die Lernerinnen und Lerner engagieren, Denkmäler für herausragende europäische Persönlichkeiten, aussterbende Berufe oder die Vielfalt, die Europa stark macht. Alle Aufgaben können individuell oder in Kleingruppen, als Bild, Video, Text, Collage, Poetry Slam, Skulptur etc. bearbeitet werden.

Ziel ist es, das Leben in Europa in seinen verschiedenen Facetten aufzugreifen und somit Europa selbst zu entdecken. Neben vielfältigen Lernerfahrungen  lockt der Wettbewerb zudem mit zahlreichen tollen Preisen wie Fahrten nach Brüssel, Berlin oder Straßburg. 

Der Europäische Wettbewerb ist somit eine Gelegenheit, einmal Europa auf ganz praktische Weise zu entdecken. Wer an dem Wettbewerb teilnehmen möchte, kann sich unverbindlich an Herrn Deinert wenden. Weitere Informationen gibt es unter www.ew2018.de

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und auf tolle Ideen!

Fünf Bundestagsdirektkandidaten diskutierten mit der Schulgemeinschaft.

Überall in den Straßen hängen die unterschiedlichsten Plakate der Parteien, Infostände allerorts und die große Talkshow zwischen Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Herausforderer Martin Schulz sind im alltäglichen Miteinander ein Thema. Kein Wunder, wählen doch am 24. September 61,5 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland den neuen Bundestag. Mit ihrer Erststimme sind sie es, die einen Direktkandidaten aus ihrem Wahlkreis nach Berlin entsenden und mit ihrer Zweitstimme für die Kräfteverhältnisse der Parteien im Parlament sorgen.

Grund genug, dass der Raiffeisen-Campus erneut eine Diskussionsrunde der fünf Direktkandidaten für den Deutschen Bundestag organisierte und alle an der RC-Familie daran teilnahmen, von der zehnjährigen Mariella in der fünften Klasse bis zu Jan (17) im zweiten Oberstufenjahrgang. Gymnasialrätin Jenny Groß und ihre Klasse 9a übernahmen in diesem Jahr die Organisation und Moderation der Diskussionsrunde. Anne und Niklas moderierten souverän die Fragerunde zwischen Gabi Weber MdB (SPD), Dr. Andreas Nick MdB (CDU), Michael Musil (Grüne), Thorsten Hehl (FDP) und Martin Klein (Linke).

Von der aktuellen Sicherheitslage innerhalb und außerhalb Deutschlands, der Digitalisierung, Fragen rund um die Integration, Bildung und Naturschutz – die Lernerinnen und Lerner am Raiffeisen-Campus haben vielfältige Fragen gestellt, denen sie die Kandidaten für den Wahlkreis 204 gerne stellten. Michael Musil rief die Lerner auf, weiterhin kritisch zu denken und offen zu sein. Dr. Andreas Nick (MdB) verdeutlichte anschaulich, wie eng die Verbindung von Freiheit und Sicherheit miteinander verbunden sind. Die freiheitlichen Werte wurden von Thorsten Hehl (FDP) ins Feld geführt, denn sie seien nicht verhandelbar. Gabi Weber MdB (SPD) betonte von Bedeutung der Entwicklungspolitik, für die sie sich im Bundestag einsetzt. Alle skizzierten die Bedeutung der digitalen Bildung und belegten dies mit ihren eigenen und politischen Erfahrungen, denn eine Schule ohne Tablet und Smartphone sei wie ein Auto ohne Motor.

Alle fünf Kandidaten zeigten sich froh darüber die Gelegenheit zu haben, mit jungen Menschen über politische Themen zu sprechen. Dem Raiffeisen-Campus sei es wichtig, dass Politik und Demokratie einen festen Platz im schulischen Alltag des Gymnasiums haben, der auch aktiv gelebt werde, so Schulleiter Bernhard Meffert und Projektleiterin Jenny Groß. Deswegen verstehen sie dieses Veranstaltungsformat als wichtigen Baustein für die politische Erziehung der künftigen Wählerinnen und Wähler. Umso besser und authentischer sei dies, wenn vor einer Bundestagswahl die Kandidaten sich im Wahlkampf die Zeit nehmen und zu diesem Termin kämen.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion konnte die Klasse 9a noch im Klassenverband in einer Debatte Fragen an die Kandidaten stellen. Dabei kitzelten sie mit ihren Fragen klare Antworten heraus: Andreas Nick MdB (CDU) schloss eine Koalition mit der AfD und der Linke im Bund aus und auch Gabi Weber MdB (SPD) stellte klar, dass die SPD nicht mit der Linken im Bund koalieren möchte.

Mittlerweile ist es eine schöne Tradition, dass die Jahrgangsstufe 5 das Azurit Seniorenzentrum in Montabaur besucht. In drei Terminen pro Klasse haben die Lernerinnen und Lerner die Möglichkeit, auf vielfältige Weise mit den Senioren und dem Personal des Azurits in Kontakt zu kommen.

So bestand beim ersten Besuch in diesem Jahr die Gelegenheit, gemeinsam mit den Bewohnern und dem Koch des Seniorenzentrums zu kochen. In Teil 1 des Tim Topf Konzeptes wurde Kürbissuppe mit Ingwer sowie ein liebevoll selbst geschnippelter Obstsalat mit frischem Vanille-Pfefferminz-Joghurt gemeinsam zubereitet und anschließend genossen. 

Außerdem gingen die generationsübergreifenden Gruppen den verschiedenen Freizeitaktivitäten der Bewohner gemeinsam nach. Fleißig wurde Herbstdekoration gebastelt, Gesellschaftsspiele gespielt und im Sitzkreis Gymnastik betrieben.

Die Mischung aus Freude und Neugierde der Kinder auf das Projekt und die Senioren traf auf spürbare Vorfreude der Bewohner, die teilweise ja bereits positive Erfahrungen mit den vorhergegangenen Jahrgängen gesammelt hatten und sich deshalb auf den Besuch der Kinder freuten.

Strahlende Augen der Senioren, viele nette Gespräche über die Altersgrenzen hinweg und spürbare Dankbarkeit über die geschenkte Zeit – so lässt sich dieser Besuch zusammenfassen. Auf den nächsten Termin für Tim Topf freuen sich schon Lerner und Senioren.

Wenn einem das Lachen sprichwörtlich im Hals stecken bleibt, dann kann es unterschiedliche Gründe haben. Diese Erfahrung konnten die Lernerinnen und Lerner der Klasse 9 und der MSS1 letzte Woche in einer Ausstellung in Höhr-Grenzhausen machen. Stefan Wolfram, Geschäftsführer von P.A.u.L. (Projekt Arbeit und Lernen) hat mit seinem Team für etwas mehr als zwei Wochen die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel“ in den Räumlichkeiten „Till Eulenspiegel“ aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“, die unter der Schirmherrschaft der Niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt steht, ermöglicht einen besonders jugendgerechten Zugang zu den Themen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit.

Anhand von ca. 60 aktuellen Karikaturen von namhaften Künstlern sowie satirischen Fernseh- und Filmbeiträgen konnten sich die interessierten Ausstellungsbesucherinnen und -besucher mit den typischen, allzu simplen rechtspopulistischen und rechtsextremen Problemlösungsversuchen und Argumentationsweisen auseinandersetzen und so deren gefährlichen Gehalt offenlegen. Dem Betrachter bleibt hier das Lachen förmlich im Halse stecken.

Schulleiter Bernhard Meffert und die betreuenden Sozialkundelehrer Jenny Groß, Sarah Kern und Dominik Deinert waren sich darin einig, dass diese Wanderausstellung zum Ausgangspunkt genommen werden soll, um über Entstehung und Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nachzudenken und gemeinsam darüber zu diskutieren, wie man dem entgegenwirken kann.

Die Lernerinnen und Lerner waren von den dargebotenen Karikaturen und Videos begeistert. Im Anschluss wurde kontrovers darüber diskutiert, inwiefern rechtsextreme Tendenzen in unserer heutigen Gesellschaft noch existieren und wie demokratische und weltoffene Bürger gerade auch mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl solchen Tendenzen entgegnen können.

In unserer neuen AG "Spiele ohne Strom" haben wir heute Rommé getestet. Hier der Steckbrief von unserem AG-Mitglied Anton: 

Name: Rommé

Spieler: 2-6

Material: Vorhandenes Kartendeck

Verlag : Schmid

Kategorie: Kartenspiel

Dauer: etwa 25min

Bei uns hatte jeder Spieler 13 Karten (wir haben mit 6 Gruppen gespielt, 2-3 Leute pro Gruppe ), ein Stapel Karten lag in der Mitte. Wenn man dran kam, musste man eine Karte ziehen

Wenn man 3 Zahlen in einer Reihenfolge hat, darf man diese ablegen (z.B. 8,9,10 müssen dieselben Symbole haben), oder 3 Karten mit der gleichen Zahl ( Karo 8, Herz 8, Pic 8)  Man legt diese 3 vor sich, die anderen Spieler können Karten dazulegen, dazu muss man wissen, dass es die Symbole mehrmals gibt, also mehrere Karo 8er etc. Allerdings dürfen die Spieler keine gleiche Karte dazu legen, wenn jemand 3 Karten abgelegt hat. Andere Karten werden auf einen separaten Stapel gelegt. Durch Klopfen auf den Tisch darf man sich eine Karte von dem Stapel nehmen, allerdings nur die oberste Karte.

Es gibt Joker; diese kann man einsetzten, wenn man z.B. 2 Könige hat. Der Joker dient in diesem Fall als 3. König. Wenn jemand einen Ersatz für den Joker hat, darf er diesen gegen den Joker tauschen, ebenso bei Zahlenreihen. Man muss jede Runde mindestens 1 Karte ablegen

Voting: Im Schnitt aller JurorInnen 3,8 Sterne. 

Viel Spaß beim Nachspielen,

Eure AG Spiele ohne Strom

Englisch, Deutsch, Mathe, Geschichte, Biologie und noch vieles mehr finden unsere Lerner auf ihren Stundenplänen jede Woche. Doch unsere Lerner haben noch andere Talente, die vielleicht in den einzelnen Unterrichtsstunden nicht immer gezeigt werden können. Dafür gibt es unsere Arbeitsgemeinschaften.

17 verschiedene AGs werden in diesem Schuljahr am Raiffeisen-Campus angeboten, die so unterschiedlich, so bunt sind, wie unsere Lehrer und unsere Lernenden: Buchdruck, Fußball, Campus-Garten, Projektmanagement, Nähen, Demokratie und Debatte, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dass hier das Motto "Wer die Wahl hat, hat die Qual", seinen Platz hat,  steht außer Frage. Es war immer wieder zu hören, wenn sich die Lerner in den Pausen vor dem Aushang versammelten und das Angebot unter die Lupe nahmen.

Die AGs sind eine Bereicherung im Schultag für uns alle: Lerner und AG-Leiter können neue Akzente setzen und mit Herz und v.a. auch mal mit Hand die Stunden gestalten. Wir dürfen schon jetzt auf die vielfältigen Produkte der AGs gespannt sein, die im Laufe des Schuljahres entstehen werden.

Was ist eigentlich Wirtschaft? Dieser Frage stellten sich unsere Lernerinnen und Lerner der Klassenstufe 8, die sich für das Wahlpflichtfach "Wirtschaft" entschieden haben. Doch wer in Büchern oder im Internet sucht, findet häufig komplizierte und unverständliche Antworten, denn Wirtschaft ist natürlich ein komplexes Themenfeld. 

Deshalb erforschten unsere Lernerinnen und Lerner diese Frage auf andere Weise: Im Steinzeit-Spiel hatte jede Gruppe bestimmte Vorräte und Materialien, mit denen sie ihr Überleben jedoch nicht sichern konnten. Deshalb mussten sie mit anderen Gruppen tauschen und entdeckten so viele grundlegende Prinzipien des Wirtschaftens.

Zuerst mussten die Gruppen ihre Grundbedürfnisse befriedigen, wozu sie Nahrungsmittel und Werkzeuge benötigten. Ketten oder Muscheln waren als Luxusgegenstände jedoch unnütz. Die Gruppe mit dem Salz stellte fest, dass sie den Preis für Salz sehr hoch treiben konnte, da sie ein Monopol auf diesen Rohstoff hatte. Fische waren jedoch im Überfluss vorhanden. In der Auswertung stellten die Gruppen fest, dass manche Gruppen bessere Voraussetzungen hatten als andere und diskutierten die Frage, ob Armut durch Tausch allein beseitigt werden kann.

So entwickelten die Lernerinnen und Lerner nicht nur ein Grundverständnis für unterschiedliche Wirtschaftsbegriffe, die sie im "Lexikon der Wirtschaftsbegriffe" weiter untersuchen werden, sondern auch ein Verständnis für die Notwendigkeit des Tauschens und Zusammenarbeitens – ganz im Sinne Friedrich Wilhelm Raiffeisens: "Was einer alleine nicht schafft, das vermögen viele."