Wir heißen Madeleine Müller und Johannes Meurer und haben in diesem Jahr unser Abitur abgelegt. Die ersten Wochen im neuen Schuljahr haben wir bereits miterlebt und wir sind froh, uns für den Raiffeisen Campus entschieden zu haben. Unser Tätigkeitsbereich umfasst die Unterstützung der Schulverwaltung und des Unterrichts sowie der Umgang mit den Lernerinnen und Lernern. Durch das großartige Arbeitsklima haben wir uns schon jetzt gut eingelebt und freuen uns auf ein erfolgreiches und interessantes Jahr mit den Lernerinnen und Lernern und dem Kollegium. Wenn Sie unsere 12 Kolleginnen und Kollegen am Raiffeisen-Campus kennenlernen möchten, klicken Sie hier!

An schwül-heißen Sommertagen, wie Montag, der 20.8.2012, einer war, herrscht nachmittags Eiszeit am Raiffeisen-Campus: Das Schulleitungsteam Herr Meffert und Herr Wagner sorgen dann für Abkühlung, indem sie auf dem Schulhof für alle 92 Lernenden des Raiffeisen-Campus‘ und dem gesamten Team Stieleis verteilen. So kann im Anschluss daran auch bei hohen Temperaturen noch Unterricht stattfinden. Eine gelungene Überraschung, wie nicht zuletzt die "abgekühlten" Lerner und das Lehrerteam meinten.

Der Raiffeisen-Campus definiert sich als christliche Schule. Es war deshalb auch im zweiten Jahr eine Selbstverständlichkeit, die Schullaufbahn der neuen Fünftklässler mit einem GottesDienst zu beginnen, den Schulpfarrer Dr. Feld vorbereitet hatte und leitete, wobei es ihm immer wieder gelang, die Lerner in ihrer Lebenswelt zu erreichen, ihre Wünsche und vielleicht auch Sorgen anzusprechen. Die Eltern, Geschwister, Großeltern und die Lerner selbst füllten die Martin-Luther-Kirche bis auf den letzten Platz und der kräftige Gesang, den Herr Wagner am Flügel begleitete, machte Mut, dass die Schulgemeinschaft mit dem zweiten Jahrgang weiterhin so harmonisch kooperiert. Dr. Feld wies in seiner Predigt auf das Goethe-Worte "Aller Anfang ist schwer" hin und belegte diese unbestreitbare Tatsache mit zahlreichen Beispielen aus dem Schulunterricht: "Wenn Frau Kisters im Kunstunterricht Farbkopien austeilen würde und Ihr müsstet nur Euren Namen darunter schreiben, wäre das dann gut?", fragte der Schulpfarrer und stellte dann klar, dass der Anfang einer neuen Schullaufbahn nicht leicht, aber auf keinen Fall unbegleitet sein soll. "Wir gehen diesen neuen Weg mit Euch!".

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Familien am Zugang zum Schulgelände und von dort gingen die Lernerinnen und Lerner zum ersten Mal mit ihren Klassenleiterinnen Frau Maier und Frau Salvador in die neuen Klassenräume. Nach der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der Klasseneinteilung bot sich Gelegenheit, an die ersten Kontakte vom Schnuppertag anzuknüpfen und neue und alte Freunde wiederzusehen. Die Namen der Mitlerner wurden spielerisch wiederholt und so entwickelte sich schnell aus 51 Lernern eine Gemeinschaft, die zusammen am Raiffeisen-Campus lernen und Spaß haben will.

Währenddessen lud Schulleiter Herr Meffert die Eltern zu einem Empfang bei Kaffee und Kuchen in den Mehrzweckraum ein. Er nutzte die Gelegenheit, einige wichtige Hinweise zu den ersten Tagen zu geben, vor allem aber dienten die zwei kurzweiligen Stunden zum Kennenlernen der Eltern untereinander.

Der noch kurze Schultag endete um 13 Uhr zusammen mit allen Lernerinnen und Lernern, Lehrern und Eltern und ließ so den Familien Zeit, den neuen Lebensabschnitt ihres Kindes zu Hause zu feiern.

 

Der Raiffeisen-Campus kommt manchmal um Anglizismen nicht herum, denn genau das ist der didaktische Ansatz in der ersten Unterrichtsreihe im Erkundeunterricht von Herrn Meffert. Wir begreifen unsere schulische Umwelt, unsere Heimatorte als Ansatz einer aktiven Kartographie einfach besser, als wenn wir uns den Stadtplan von New York vornähmen. Also markierten alle Lernerinnen und Lerner ihren Heimatort mit einem Klebepunkt, verbanden mit einem Stück Wollfaden den Heimatort mit dem Schulort und sofort wurde klar, wie vielfältig und groß das Einzugsgebiet schon einer Klasse 5 ist. Und so wächst mit der ersten Erdkundestunde nicht nur die Kenntnis des Mitlernenden, sondern auch für das vielleicht wichtigste Material des Geographen – die Karte.

Was neu ist am Raiffeisen-Campus, wollte Herr Meffert als vorbereitender Religionslehrer am ersten Schultag im GottesDienst von den Lernerinnen und Lernern der Jahrgangsstufe 6 wissen. Und nach einigen weiteren Hinweisen kam die Rede auf den neuen Weg, der vom Schulhof zum Gebäude führt (wir berichteten am 12.8.). Der neue Weg war dann auch das durchgehende Motiv, mit dem der Raiffeisen-Campus mit Lehrerkollegium und Eltern das neue Schuljahr unter den Segen Gottes stellen wollte. In der alttestamentlichen Lesung von der zu Salzsäule erstarrenden Frau des Lot (Gen 18, 12-26) wurde deutlich, dass wer sich auf neue Wege begibt, nach vorne schauen sollte, weil er sonst starr wird und in der Vergangenheit lebt. Für das neue Schuljahr bedeutet dies, so Herr Meffert in seiner Predigt, dass wir weder das Gute weiterführen noch das weniger Gelungene des ersten Schuljahres verhindern können, wenn wir nicht nach vorne schauen und auf ein gutes Schuljahr hinarbeiten wollen. Der neutestamentliche Text (Lk 9, 57-62) ging in die gleiche Richtung, betonte aber nicht das Scheitern, die Erstarrung bei den Menschen, die nicht nach vorne schauen, sondern benennt die Voraussetzung für das Mitarbeiten am Reich Gottes. Den zahlreichen Möchtegern-Jüngern sagt er, dass sie nur ganz oder gar nicht mitmachen können. „Wer mit den Händen den Pflug fasst und dabei zurücksieht, taugt nicht dazu, dem Reich Gottes den Boden zu bereiten.“ Das gilt aber auch im alltäglichen Sinn: Wer von den Lernerinnen und Lernern auf alten Erfolgen auszuruhen versucht oder die alten Misserfolge zu stark erinnert, der wird aus der Spur kommen. Für alle unsere neuen Wege, so Herr Meffert, gilt aber, dass wir sie nicht alleine gehen müsen. Auch wenn Gott uns weder das Vokabellernen noch das Rechnenüben abnimmt: Er geht alle unsere Wege mit. Aber, so ein für den Gottesdienst geschriebenes Credo, "er nimmt sie uns nicht ab, er macht sie nur gangbar. Gehen müssen wir selbst!".

Am Ende des von Pfarrer Dr. Jens Feld geleiteten und von Herrn Wagner musikalisch begleiteten Gottesdienstes stellte Herr Meffert die neuen Mitarbeiter am Raiffeisen-Campus vor: Frau Patricia Salvador (E, SPA) und Madeleine Müller und Johannes Meurer (FSJ), die mit einem herzlichen Applaus in die Schulgemeinschaft aufgenommen wurden. Nach zwei Klassenleiterstunden begann dann nach dem Mittagessen der Unterricht in der ersten sechsten Klasse am Raifeisen-Campus. Wir wünschen allen neuen Lernern, Lehrern und FSJlern, aber auch allen anderen am und um den Raiffeisen-Campus ein erfreuliches Schuljahr 2012/2013.

 

 

Am zweiten Schultag der Lernenden des neuen Jahrgangs fanden sich alle vier Klassen des Raiffeisen-Campus auf dem Schulhof zusammen. Hier reichten die Lernenden des "alten" Jahrgangs den "Neuen" nicht nur symbolisch die Hand: Nachdem sie sich gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen und dem FSJ-Team in einem großen Kreis versammelt hatten, zog jeder Lerner der fünften Klassen eine von Lernenden der sechsten Klasse selbst gestaltete Papierhand, welche mit guten Wünschen für den Schulstart und Zeichnungen geschmückt war. So fanden sich die Mentoren der sechsten Klassen mit mindestens einem Patenkind der fünften Klassen zusammen. Die Aufgabe der Mentoren war es, ihre Patenkinder zum Mittagessen zu begleiten. Hier entwickelten sich bei ruhiger und angenehmer Atmosphäre gute Gespräche in der neuen Gemeinschaft – die Grundlage für eine gute Mentoren-Paten-Beziehung ist also gelegt.

Patricia Salvador wurde 1979 in Valencia, Spanien, geboren. Schon als Kind entwickelte sie eine große Leidenschaft für Sprachen. Dies regte sie an, Anglistik an der Universität in Valencia zu studieren. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Deutschland, um eine neue Sprache und Kultur kennen zu lernen. An der Albert-Ludwigs Universität Freiburg absolvierte sie ihr BA Studium in Iberocultura und Deutsch als Fremdsprache. Während ihres Studiums in Freiburg arbeitete sie für das Romanische Seminar. Dabei stellte sie fest, dass Lehrerin ihre Berufung ist.  Zurück in Spanien 2009 bildete sie sich weiter als Fremdsprachenlehrerin, während sie als Lehrerin in einer bilingualen Privatschule unterrichtete. Ihr Wunsch war es aber, nach Deutschland zurück zu kehren und hier ihre didaktischen Fähigkeiten zu vervollkommnen. Seit August wohnt sie in Wirges, wo sie sich zuhause fühlt. Am Campus wird sie ab dem neuen Schuljahr als Klassenleiterin und Fremdsprachenlehrerin mit den Fächern Spanisch und Englisch tätig sein.

Dank des Einsatzes von Herrn Brinke fanden wir im letzten Jahr eine Streuobstwiese für unseren Big-Apple-Day. Was zunächst ein einmaliges Projekt war, ist inzwischen zu einer festen Partnerschaft zwischen Landesbetrieb Mobilität mit ihrem hilfsbereiten Mitarbeiter Herrn Hartig und dem Förderverein des Raiffeisen-Campus geworden. Es gehört seitdem zu den Pflichten, zweimal im Jahr für eine Mahd des ca. 27000qm großen Areals zu sorgen. Dies ist jetzt geschehen (s. Fotos) und so ist die Streuobstwiese bereit für eine hoffentlich reichte Ernte mit den Familien im Herbst dieses Jahres….

Ein Schneeballgedicht ist ein kleines Gedicht mit einer strengen Form. Sie möchten es ausprobieren? Hier ist die Vorlage:

___________________ (Titel)

Zeile 1: ein Wort        ___
Zeile 2: Zwei Wörter  ___ ___
Zeile 3: Drei Wörter   ___ ___ ___
Zeile 4: Vier Wörter   ___ ___ ___ ___
Zeile 5: Fünf Wörter  ___ ___ ___ ___ ___
Zeile 6: Vier Wörter   ___ ___ ___ ___
Zeile 7: Drei Wörter   ___ ___ ___
Zeile 8: Zwei Wörter ___ ___
Zeile 9: Ein Wort       ___

Nach einem Jahr am Raiffeisen-Campus hat eine junge Akademikerin am Raiffeisen-Campus sich aufgemacht, nicht nur die Lernerinnen und Lerner mit solchen Formen kreativen Schreibens zu konfrontieren, sondern auch selbst ihre Erfahrungen in die Form eines Gedichts zu fassen. Es trägt den Titel:

 

Stellenausschreibung

Neue                                Schule

Überschwang                   Motivation              Vorfreude

Erster                               Kontakt –               Freundliche        Menschen

Vertrauen                         Verantwortung        Verständnis

Zufriedene                        Menschen

Vorfreude

 

Ein schönes Fazit, wie wir finden…

können die 91 Lernerinnen und Lerner zu Beginn des neuen, zweiten Schuljahres am Raiffeisen-Campus. Der vorrangig den Fünft- und Sechstklässlern zugeordnete Schulhof wurde in den Ferien mit dem Gebäude 1 durch einen neuen Verbindungsweg verbunden, nachdem es im Herbst zu zahlreichen Ausrutschern gekommen war. Glücklicherweise nur mit geringen Schäden… Die fleißigen Bauarbeiter zauberten in den Ferien in nur zwei Arbeitstagen einen fix und fertig gepflasterten Weg, der sogar elegant geschwungen gestaltet wurde, um eine zu starke Steigung und einen Gulli zu umgehen. Den Arbeitern der Fa. Schlosser herzlichen Dank und möge der neue Weg auch ein kleines Symbol für unsere Schule sein, die immer bemüht ist, solche neuen Wege zu finden und zu gestalten…